Kabbala Akademie Podcast
„Durch die Beschäftigung mit der Kabbala beginnt für den Menschen das wahre Leben. Jeder Tag ist für ihn etwas Neues. Er entdeckt immer neue Gesetzmäßigkeiten und Wechselbeziehungen, eine neue Welt in sich und um sich herum.“
Dr. Michael Laitman, Gründer der Bnei Baruch Akademie in Europa
Du findest hier Talks, Unterrichte sowie Hörtexte zu Themen der Kabbala.
Kabbala Akademie Podcast
Ez Chaim Session 4: Die verborgenen Organe von Adam Kadmon
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Zum Youtube Live Stream: https://www.youtube.com/watch?v=C2hiPhzu_SA
Die „Organe“ von Adam Kadmon sind keine physischen Körperteile, sondern metaphorische Ausdrucksformen spiritueller Kräfte. Sie beschreiben, wie das Höhere Licht strukturiert und in verschiedene Ebenen der Wirklichkeit überführt wird. Dabei stehen „Ohren“, „Nase“ und „Mund“ für unterschiedliche Arten des spirituellen „Hauchs“, aus denen die Seelenstufen Neshama, Ruach und Nefesh hervorgehen. Diese Organe sind somit Kanäle der Emanation, durch die das Licht aus dem Unendlichen in Gefäße eintritt und Form annimmt - ein Modell, das hilft, die unsichtbare Struktur der Schöpfung verständlich zu machen.
👉 Erfahre, warum unser Verstand an seine Grenzen stößt
👉 Entdecke die geheimnisvolle Dualität von Licht und Gefäßen
👉 Verstehe, wie aus dem Unendlichen (Ejn Sof) strukturierte Wirklichkeit entsteht
💡 Das erwartet dich:
✨ Warum wir über spirituelle Welten nur in Metaphern sprechen können
✨ Die Verbindung zwischen unserer Welt („Zweige“) und höheren Realitäten („Wurzeln“)
✨ Die fundamentale Dualität der Schöpfung:
✨ Wie durch „Sehen“ (Ra’iyah) die ersten Gefäße (Kelim) entstehen
✨ Die Rolle von Adam Kadmon als Modell der Schöpfung
✨ Die Bedeutung der vier „Organe“: Sehen, Hören, Riechen, Sprechen
✨ Wie Nefesh, Ruach und Neshama aus spirituellem „Hauch“ hervorgehen
🧠 Mindblowing Insight:
Ohne Begrenzung gäbe es keine Form.
Ohne Gefäße kein Bewusstsein.
Ohne Trennung keine Realität.
Weißt du, dass dein Körper keine Grenze ist, sondern vielmehr ein Gefäß? Es ist der einzige Grund, warum das Licht überhaupt existiert. Die Kabbalah hat ein Geheimnis, das alles auf den Kopf stellt. Ohne Gefäß gibt es kein Licht. Das bedeutet, das Unendliche, das Göttliche, die reine Energie, sie braucht dich oder uns. Sie braucht deine Form, deine Begrenzung, um überhaupt sichtbar zu werden. And the moment, in dem das passiert, ist genau der Moment, in dem du hinschaust. Dein Blick erschafft die Realität. Klingt komisch, oder? Aber es ist keine Esoterik. Es ist eine verborgene Blaupause der Schöpfung. Und in diesem Video versuchen wir zu klären, wie das alles in dir selbst wirkt. Ja, hallo, herzlich willkommen bei Kabbalah im Dialog. Wissen, das uns verbindet. Hallo Boris aus Berlin.
SPEAKER_00Hallo lieber Solmate, hallo Elli. Freut uns wieder dabei zu sein.
SPEAKER_01Ich bin Elisabeth, wir freuen uns, dass ihr wieder hier seid. Stellt Fragen im Live-Chat, gebt uns einen Daumen hoch. Heute wird die Sache sehr komplex sein, aber wir sind voll Begeisterung dabei, mit ganzem Herzen. Und wirklich darauf aus, viel, viel Licht anzuziehen, damit wir spirituelle Erkenntnis gewinnen, oder Boris? Was sagst du?
SPEAKER_00Absolut. Absolut richtig. Also wir haben heute ein sehr, sehr spannendes Thema mitgebracht. Und das Thema hat aber sehr viel Licht in sich. Wir versprechen, es wird spannend. Vielleicht versprechen wir nicht jetzt sofort, dass man alles versteht, aber darum geht das nicht. Es geht darum, dass wir uns jetzt verbinden, dass wir uns mit der Besten, mit der wertvollsten Wissenschaft der Welt, der authentischen Weisheit der Kabbalah, beschäftigen. Und wir sprechen heute über Erschaffung der Gefäße, Erschaffung der Organe. Was hat das mit Sinneswahrnehmung zu tun? Wir werden heute über viel über Dualität sprechen, dass viele Sachen wir auch nicht verstehen. Weil ja, uns fehlt noch etwas. Was fehlt uns tatsächlich? Wir werden heute auch erfahren. Uns fehlt die Korrektur. Aber um diese Korrektur zu machen, brauchen wir Licht. Und heute gibt es viel, viel Licht.
SPEAKER_01Gut, dann fangen wir gleich an. Vielleicht.
SPEAKER_00Genau, wir fangen schon gleich sofort mit der Tür ins Haus, wie man sagt. Genau. Also, wir hatten schon das letzte Mal sehr oft über eine Realität gesprochen, Ellie. Vielleicht erinnerst du, die sehr weit von dieser materiellen Wirklichkeit ist. Sehr fern, sehr zeitlich eigentlich unabhängig von dem, wo wir uns jetzt fühlen. Diese Wirklichkeit haben wir bezeichnet als ein Soft, unser Unendlicher. Und etwas, was wir mit unseren Sinnesorganen jetzt nicht erfassen, und etwas, was wir sogar nicht in unseren Gedanken sogar irgendwie erlangen. Und die Zeit vor der Zeit, bevor es Raum gab, before es rechts, links, oben, unten gab, also die Kapitalisten sprechen hier vom Zustand von Einsow unendlich. Jenseits von jeglicher Manifestation, da ist unser Universum noch nicht mal dabei. And then in einem Moment, den wir ja nicht verstehen können, er schafft etwas, also den Willen zu empfangen. Das heißt, es entsteht etwas, was dieses Licht aufnehmen möchte. Dieses unendliche Licht auf einmal trennt sich in zwei Bestandteile, in den Willen zu empfangen und Licht selbst. Und diesen Vorgang hatten wir ja schon kurz besprochen, das nennt sich dann Zimtum Aleph, die erste Einschränkung. Wo es auf einmal einen Raum gab, in diesem Raum konnte brauchte er kein Licht, also gab es kein Licht, außer einen dünen, dünen Lichtstrahl. Wir können uns zwar geometrisch vorstellen, irgendwelche Kreise, welche Linien, aber es ist nicht so. Wir werden heute auch sprechen, dass es ganz schwierig ist, überhaupt im Spirituellen richtige Worte für solche Prozesse zu finden. Wir sprechen über Verlangen. Verlangen was eine Ausrichtung bekommt. Oben und unten bedeutet Nähe zum Schöpfer oder weit von ihm. Und das ist dann unten. So stellt ihr euch vor, also keine geometrischen Bilder vor. Und Balzulam sagt auch, wir haben keine Kraft, uns mit dem beschäftigen, was vor der Emanation von Zehnseferot existiert. Und hier sprechen wir gerade über diesen Zustand vor der Erschaffung von Zehnseferod. And we can uns das gar nicht vorstellen, aber ja, wir sind neugierig, anders, anders Soulmates, wollen wir uns trotzdem ein bisschen damit beschäftigen und greifen zu bestimmten Instrumenten, um dieses Verständnis näher zu bringen. Und das erste Instrument ist die Metapher. Das heißt, wir benutzen eine Art Brücke: Brücke zwischen dem, wo oben, was oben stattfindet, und was wir kennen. Das heißt, metaphorisch beschreiben wir die Wirklichkeit und in der Form von verschiedenen Metaphern, von verschiedenen Gleichnissen. Und Gabbalisten nennen das, das Ohr zu besänftigen. Und das heißt, uns so ein bisschen, naja, okay, er hat was erzählt, ich habe was gehört, aber verstanden habe ich da trotzdem nicht wirklich. Es geht aber darum, dass wir das große Bild versuchen wahrzunehmen, was wirklich in diesen, ja, in diesen spirituellen Welten vor sich hingeht. Und dass wir wirklich unsere Seele darauf vorbereiten, dieses Licht wahrzunehmen. Ja, und das Erste, was wir dort lernen müssen, also dass zwei Aspekte miteinander zu tun haben. Hier komme ich auf das Thema Dualität. Zwei Aspekte sind ganz wichtig. Das erste ist die Ausbreitung vom Licht. Licht kommt immer von oben nach unten. Eine reine Energie, eine reine Emanation, Fülle, je nachdem, wie man es bezeichnet, die alles kommt von Entshoff. Und man kann das metaphorisch auch vorstellen, wie etwas Ausgestrahltes, als atmet, als ein Bewusstsein, ich weiß gar nicht, wie mit welchen Worten. Etwas ohne Ziel, ohne Form strahlt aus, das Licht. Und dann gibt es zweiter Gegensatz dazu, etwas, was das Licht aufnimmt. Die Gefäße, ein Gefäß, eine Art Begrenzung, eine Art Formung, etwas, was in der Lage ist, das Licht auch zu halten. Diese Dualität ist ganz wichtig, Elli, weil die Kabbalisten beginnen mit dem 15. Jahrhundert, also mit Arisal, führen dieses Thema so, diese Kabbalah, authentische Weisheit der Kabbalah, genau mit diesem Prinzip der Dualität. Vorher hatten sie immer nur über Licht gesprochen. Seit Arisal sprechen sie auch über Gefäße. Dieses Klis, das ist das, was ich meine, also diese Lichtbegrenzung, Aufnahme vom Licht, ist das, was die lurianische Kabbalah eigentlich uns lehrt. Und um Licht wahrzunehmen, zu empfinden, braucht man ein Gefäß. Und das ist dieses Prinzip, was die Struktur reinbringt in das Licht. Das unendliche Licht wird begrenzt, wird eine Art strukturiert und bekommt eine Form. Wir werden heute sprechen, welche Form es geben könnte. Und ja, Licht bekommt eine Art, durch Gefäß auch Qualitäten, bestimmte Stufe, bestimmte Reinheit, bestimmte Eigenschaft. Und also zentraler Punkt in dieser Erzählung ist folgender. Wie entsteht ein Gefäß? Heute werden wir wirklich darüber sprechen. Es geht um eine, es liegt in einem Akt, was relativ simpel für uns ist, aber doch sehr, sehr tiefgründig ist. Und dieser Akt nennt sich das Sehen. Also der Akt des Sehens. Und in der Bibel, wir kennen uns, Vers, ich glaube, vier oder so steht gleich, und Gott sah das Licht, das es gut war. Und ja, Gott sieht Licht. Und wir werden heute sprechen, was das bedeutet. Durch diesen Akt des Sehens ist es kein passives Wahrnehmen, so wie wir gewohnt sind. Wir schauen etwas an, wir sehen was, vielleicht auch nicht, und sie denken, wir tun nichts. Tatsächlich im spirituellen Sinne sehen sehr, sehr hohe Akt der Erschaffung, Akt der Strukturierung vom Licht. Und es ist ein aktiver Prozess. Der findet auch statt in Adam Kadmon. Eigentlich auf allen Ebenen findet diese statt. Und man richtet gewissermaßen die Aufmerksamkeit, man betrachtet Licht. Man betrachtet Licht und daraus entsteht schon etwas. Daraus entstehen die Wurzeln aus den Gefäßen. Daraus entsteht auch eine Verbindung, eine Beziehung zwischen jemand, der schaut und zwischen dem, was genau du drauf schaust. Der Mazil, wir hatten auch schon gesprochen, wir kommen gleich zum Glossard, aber wir hatten schon gesprochen, Mazil, der Ausströmende, betrachtet das Licht auf der Stufe Reiha, nennt sich das. Das heißt, das Sehen mit Augen, nicht materielle Augen, das ist auch ganz gefährlich, sich da so ein bisschen vorzustellen, okay, irgendwie, sondern tatsächlich, wir sprechen sehr über diese Wurzeln von der Schöpfung. So, und Val Sulam lehrt uns, das passiert wirklich Unglaubliches, wenn man Betrachtung, diese Istaklut nennt sich das, ja, also wenn diese Betrachtung vom Licht stattfindet, welches Licht kommen wir auch nachher da drauf, also dann entstehen daraus Gefäße, es entstehen daraus Begrenzungen für das Licht. Diese Begrenzungen dienen auch nachher für die Erschaffung von, eigentlich von der Erschaffung der Welten, von der Erschaffung der verschiedenen Ebenen des Daseins. Und wir werden heute auch darüber sprechen, was ist wichtig bei dieser Betrachtung, bei diesem Sehen, bei dem Prozess der Seen. Wichtig ist, dass man zum Beispiel Massach hat, ein Schirm. Schirm ein Instrument, das mit Licht arbeiten kann. Masach kann das direkte Licht reflektieren. Das direkte Licht kommt von oben nach unten, hat man gesagt, aber ein Masach, ein Schirm bei Adam Kadmon reflektiert das Licht zurück zur Quelle, zurück zum Mazil. Und durch diese Reflexion ist möglich diese Betrachtung, dieser Vorgang des Sehens, Akte Sehens. Kommen wir heute auch dazu und werden wir erklären, was bedeutet tatsächlich in der Bibel, Gott schied zwischen Licht und Finsternis. Das ist genau die Erschaffung der Gefäße, diese Scheidung, Afdalah nennt sich das auf Hebräisch, Geburtstag vom Gefäß. Das Gefäß ist nichts anderes als eine Art Spur, was das reflektierte Licht hinterlässt. Also die Vorgänge, die dort stattfinden, sind erstmal sehr schwierig bildig, sich vorzustellen. Also es geht um die Interaktion zwischen dem Licht, dem Licht Chochuma, was dem Sehen entspricht, und den Lichtern, die aus den Öffnungen von Adam Kadmon strömen. Das werden wir heute auch detailliert besprechen. Und dann wird alles ein bisschen mehr greifbar. Und wir werden auch heute versuchen zu klären, warum Kabbalah mit solchen komischen Bildern spricht, wie Nase, wie Ohren, wie Mund, Augen, sowieso, ja. Und wenn wir eher sagen, ja, du, das ist nicht unsere Welt, das ist nicht unser materieller Körper, über den wir sprechen, wirklich so. Und warum wählten dann die Kabbalisten diese, also diese Sprache, diese Ausdrucksweise? Und vielleicht kann ich mal auch ganz kurz dazu schon euch abholen. Es sind spirituellen Wurzeln von den körperlichen Organen, von den Gefäßen, die wir kennen in der materiellen Welt, aber sind nicht in der Form, wie wir sie kennen. Aber sind auf jeden Fall Wurzeln. Wenn wir über Kopf sprechen, meinen wir auch natürlich die Wurzel vom Kopf. Also dort, wo die Absicht entsteht. Und Sinnesorgane sehen, dort, wo Licht Hochmar, also das Sehen entspricht dem Licht Hochmar, dort, wo es ausgestrahlt wird. Oder hören oder riechen oder auch sprechen. Alles sind Wurzeln von unseren Sinnesorganen. Darüber sprechen wir auch heute in der Sendung. Und letzten Endes sprechen wir auch über die vier verschiedenen Seelenstufen, die auch ihre Wurzel in diesen vier Sinnesorganen haben von Adam Kanmon. Neshamale Neshama, das heißt, sagen wir mal, es gibt fünf Stufen von der Seele, und Neshamale Neshama, das ist die vierte davon, die entspricht dann den Augen. Und dann gibt es Neschama selbst. Neshama ist die dritte Stufe seelische Stufe, die entspricht dann der Sefirabinah, die spricht auch, entspricht auch dem Ohr, den Osen auf Hebräisch. Gibt es dann Ruhr, entspricht der Nase, also dem Chotem, und es gibt auch Nefesh, die erste, die Basisstufe, die dann dem Mund entspricht. Das werden wir heute auch schon besprechen. Und ja, und auch über diese Feinheiten, was bedeutet dann, was bedeutet dann Betrachten, was bedeutet das Licht, ja, das Licht trifft, wenn das Licht Rachmar auf einmal das andere Licht trifft, was aus den Öffnungen ausgeströmt wird. Also diese ganzen Vorgänge, die beschreibt Baal-Salam sehr detailliert in seinem Buch Ezaiim, auch in dem Buch Talmud Sensefirod. Und dort beschreibt er wirklich, wie diese Wirklichkeit auch stattfindet, dass die Lichter dann Gefäße gebären. Wie das gerade Licht von oben nach unten kommt, wie das reflektierte Licht von unten nach oben zurückreflektiert wird. Und das ist unser Thema heute. Ich weiß gar nicht, gibt es vielleicht Fragen erstmal?
SPEAKER_01Keine Fragen. Aber ich begrüße immer wieder den Jürgen, Susann, Rüpelchen, die Marlene, Petra, hallo, und die Magdalena, die uns aktiv gerade zusehen. Aber ich glaube, Fragen ergeben sich erst, wenn du mit den Folien dann ein bisschen arbeitest. Ja, genau. Aber wir sind ein bisschen erschlagen von viel Theorie.
SPEAKER_00Ja, Theorie. Also, wir müssen folgendes merken, lieber Soulmates, das ist keine Theorie. Also wir sprechen hier über unsere Seele. Wir sprechen hier über die Wurzel, von wo wir kommen. Wir sprechen auch hier über den Zustand, zu dem wir auch zurückkehren werden. Wir werden mit euch dort ankommen. Nicht vielleicht jetzt, nicht theoretisch, aber praktisch. Adam Kadmon, sehr, sehr hoher Zustand, sehr hoher spiritueller, spiritueller Welt. Und nach dem Ende der Korrektur, wo wir zuerst erstmal in der Welt Azulut landen, gibt es noch ein paar Schritte zu Adam Kadmon. Aber die Kabbalisten kennen den Prozess. Also wir steigen wirklich zusammen auf, und es geht nicht um Theorie. Es ist unser Wurzel, und es lohnt sich, mit der Wurzel zu beschäftigen. Wir wissen, ah, das funktioniert hier so, ach, die Lichter wirken so und so. Wir werden das, was wir gelernt haben, anwenden können. Und wir werden damit arbeiten können. Es ist keine Theorie, sondern es ist wie Lernen vom Plan, vom Stadtplan, den wir dann später benutzen können. Dann unser Plan für heute. Wir sprechen über folgende Geschehnisse. Zuerst wollen wir mit euch über die Grenzen des Verstandes sprechen. Das hatte ich schon kurz angemerkt. Wir verstehen viele Sachen nicht. Warum verstehen wir sie nicht? Was muss man tun, um sie zu verstehen? Das ist das erste Thema. Dann kommen wir auf das Thema Dualität der Emanation. Warum sind wir überhaupt duale Wesen? Und was bedeutet Dualität aus der Sicht der Kabbalisten? Und dann kommen wir auf die spannenden Themen oder noch viel spannender, die Themen von vier Organen von Adam Kadmon und wie die Gefäße wirklich erschaffen werden. Durch die ganzen Prozesse werden wir versuchen zu durchleuchten. Aber, wie auch letztes Mal, Elli, wir gehen zuerst über Glossar durch. Also es lohnt sich auch, diese Worte sich zu merken. Vielleicht, ich habe gehört, manche notieren sich, schreiben sich auf. Sehr gut. Also, das ist ein lohnenswerter Prozess, den auch Bal Sulama auch empfehlt, alle sich aufzuschreiben. Und wenn ein Kabbalist ein Wort benutzt, dann habe ich sofort eine Zuordnung. Zu was gehört das? Also En-Soff hat mir bereits besprochen, der Zustand jenseits alle Manifestationen, das Unendliche. Ag, Abkürzung von Adam Kadmon. Oriaschar, das direkte Licht, das vom En-Soff ausgeht. Ochoser, das Erchatz. Reflektierter Licht. So, dann Kilim. Das ist auch schon, denke ich mal, schon mehrfach vorgekommen. Also die Gefäße oder Behälter, die Licht aufnehmen können oder spirituelle Kräfte aufnehmen können, sind die Gefäße. So, da kommt hier das neue Wort für heute. Re-I-A. Das bedeutet sehen oder Vision. Als ein Konzept der Betrachtung. Eigentlich geht es nicht um einfaches Sehen, sondern eher istaklut. Istaklut bedeutet reinschauen, eine Art, wie sagt man, istaklut betrachten, wirklich Betrachtung, das ist vielleicht das passende Wort. Nicht einfach sehen, sondern Betrachten. Das Wort Hauch oder auf Hebräisch ewel. Sehr wichtiges Wort benutzen die Kabbalisten, wenn sie diese Wirklichkeit beschreiben, wo die Lichter ausgeströmt werden aus den Organen von Ak. Und auf Deutsch übersetzt man das als Hauch, aber besser vielleicht das Wort Ewel benutzen. So, Kelim hatten wir schon, glaube ich, zweimal. Gut, mehr schadet nicht. So, Evarim. Evarim sind die Glieder. Wir werden heute auch sprechen, Kelim und Ewarim, Gefäße und Glieder. Und Kabbalisten benutzen auch dieses Wort Evarim. Sie wug der aka. Das ist eine mysteriöse Beschreibung für einen Paarungsschlag, eine Kupplung, ein Akt, wo Männliches und weibliches zusammen verbunden werden. Eine Interaktion, was auch die Gefäße erzeugt. Siewug, Paarung und der aka ist ein Schlag, also Schlagart, also Schlag, Paarungsschlag oder Schlagpaarung. Ich weiß gar nicht, wie man das sauber übersetzt. Wir benutzen am besten das hebräische Wort Sewug der AK.
SPEAKER_01Ich glaube, es gibt gar kein wirklich deutsches Wort dafür.
SPEAKER_00Genau. Das ist dann wirklich am besten hebräisch zu benutzen und das werden wir auch versuchen heute zu machen. So, dann nächste Folie mit dem Glossard, das Wort Roche, das hatten wir schon gehabt. Kopf, Kopf vom Patsuf. Guf, der Körper. Osen, das ist das neue Wort, das werden wir heute oft benutzen. Osen, das ist das Ohr, also Ohr. Und das assoziiert sich mit der Stufe Binna, mit der Sphira Binna. So, Chotem, das ist dann Nase. Ich muss noch korrigieren. Nase in dem Literatur, also in der Literatur, hebräischen Literatur, also alte Bezeichnung für Nase. Wenn man modernes Wort für Nase nimmt, dann ist das AF. Aber die Kabbalisten benutzen das alte Wort Chotem. Und pe. P ist Mund. Und das ist die Assoziation mit der Sefirat Malchut. So, abgekürzte Abbreviation von diesen drei Osen Hotempe. Das ist das Wort, das nennt sich dann Akab. Das ist ein komisches Wort, vielleicht für deutsche Sprache, bedeutet aber nichts mehr als Ohr, Nase und Mund. Einfach abgekürzt, also Aleph, Chet Pe. Das bedeutet dann Aleph ist für Ohren, also Het für Chotem und P für, also P für P. Also es ist eigentlich Ahab, das ist ganz schnell zu sagen Ohren, Hotempe. Das sind die Ohr, Nase und Mund. So, Nishama, das Licht, das Seelenteil, das Licht, was durch Hauch der Ohren repräsentiert wird, durch diesen Hevel. Hevel aus den Ohren. Das ist die Neshamma. Dann gibt es Ruhr, das Licht, was durch den Atem der Nase, Hotem, repräsentiert wird, und Nefesh. Nefesch ist Licht, was durch Atem des Mundes repräsentiert wird. Gut, dann kommen wir zu dem Thema, wo wir Schwierigkeiten haben, nicht nur zu erklären, ja, das habe ich selbst gemerkt, als ich vorbereitet habe. Es ist ganz schwer zu erklären, als auch schwer zu verstehen. Da sind die Sachen, die jenseits unserer direkten Erfahrung liegen. Also wir sind gewohnt an die materielle Welt, wir sind gewohnt an die Gedanken, vielleicht können uns etwas vorstellen, aber auch, weil wir an die physische Realität gewohnt sind. Und die spirituellen Konzepte sind schwer vorzustellen, beziehungsweise überhaupt nicht vorstellbar, weil uns die Erkenntnis die Erlangung fehlt. Uns fehlt Sinneswahrnehmung, die jenseits von diesen fünf Sinnesorganen liegt. Und deshalb müssen wir Analogien verwenden, müssen wir Gleichnisse benutzen. Und es ist eine Art Mittel, um uns zu verständigen. Wenn ein Kabbalist etwas erzählt, er benutzt diese Metaphern, benutzt die Gleichnisse, um damit wir in eine Verbindung reinkommen mit ihm. Damit wir Mittel haben, uns zu verständigen. Und al-Sulam oder es mal Rizal schreibt auch: Im Baum des Lebens: Du weißt, dass wir keine Kraft haben, uns mit dem zu beschäftigen, was vor der Emanation der Zehn Zephirot existieren. Und uns keine Form oder kein Bild vorzustellen, Gott bewahre. Sehr, sehr spannend, was er schreibt. Das heißt, wir sprechen sogar über Zustand vor der Schaffung der Zehn Seferot. Wie entstehen diese Zehn Sephirot? Wie entstehen denn die Gefäße, die diese Zehn Sepherrot halten? Und dementsprechend ist die Welt von Ack absolut schwer zu besprechen. Aber trotzdem machen wir heute das. Ja, man kann fragen, woher wissen das überhaupt die Kabbalisten? Oder wie, also ich habe das schon in letzter Sendung kurz angesprochen, dass wir dürfen auch nicht über arg sprechen. Und hier ist der Punkt, dass wir sprechen tatsächlich über Sakt der Arg. Nicht direkt über Arg, aber in diesem Sakt der Arg, das ist ein Teil, was ausgeströmt wird von Arg, in diesem Teil dürfen wir schon sprechen. Das ist dann vielleicht nicht heute, aber vielleicht nächste Maler werden wir diese Ab Sagma-Bon, diese Ausstrahlungen oder Ausströmungen besprechen. Diese Lichter, die werden ausgeströmt, denen bilden sich dann sogenannte Parzophim, ein Parzh-Ab, Parzuf Sak, Parzuf Ma, Parzuf Bon. Und diese Parzophim können wir schon mit dem Parzuf Sack beginnend besprechen. Und daraus wissen wir schon, was dort vor sich hingeht. Wurzel und Zweig. Wir sprechen über die Welt von Wurzeln. Und wir sind materielle Wesen, wir befinden uns in der Welt der Zweige. Wir werden ja gehandelt. Es gibt ja viele Wurzeln von uns, und diese Wurzeln ziehen sich hin bis zu der Welt der Zelut. Je nachdem, bei wem, wie und wie werden gehandelt, wie sind sozusagen, wie sind die Zweige, ja, die Zweige, die von den Wurzeln herabsteigen. Und die Übermittlung vom Wissen geschieht dann tatsächlich über Verbindung zwischen physischen Zweigen zu den Wurzeln. Die Kabbalisten kennen diese Verbindung, sie wissen, wie die Wurzeln mit dem Zweig zusammenhängt und benennen die Worte aus der materiellen Welt entsprechend ihre spirituellen Wurzeln. Es ist kein Zufall, dass sie beispielsweise über Nase zum Beispiel sprechen, die Wurzel von Serantin oder über Roche sprechen, über Guf. Und die benutzen materiellen Körperorgane, um auf die Wurzel oben hinzuweisen. Das ist die Form, die eigentlich, mit der wir leben sollen, die Form, die uns mit der Wurzel auch verbindet. Das heißt, das ist Analogien und Gleichnisse sind notwendige, kann man auch sagen, didaktische Methode. Das heißt, eine Art der Vermittlung, eine Art Didaktik, also eigentlich, wie ich den Stoff vermittle. Und das ist dann die Benutzung von Körperorganen, zum einen, zum anderen Benutzung von Buchstaben. Das ist auch ein Mittel, um Verbindung zu der Wurzel zu herstellen, herzustellen. Zum Beispiel die Wurzel, also Sack, das sind eigentlich drei Buchstaben oder im Prinzip sogar zwei, Samach-Gimmel. Und warum wählten die Kabbalisten etwas oben als Sack zu bezeichnen? Und was in unser Welt diesen zwei Buchstaben entspricht. Weil dort ist Wurzel und hier ist der Zweig. Und ja, aber wir können uns gar nicht vorstellen, was bedeutet Sarg da oben, abgesehen davon, dass wir Schwierigkeit haben, auch hier zu verstehen, was bedeutet Sack unten. Aber auf jeden Fall, das ist eine Methode, um Wurzel mit dem Zweig zu verbinden.
SPEAKER_03Ja, gehen wir weiter, Elli. Oder gibt es Fragen dazu?
SPEAKER_01Noch keine Frage, Burgis.
SPEAKER_00Okay. Gut, dann nochmal die Frage: Warum verwenden die Kabbalisten also Metaphern und Vergleiche, wenn wir über die höhere spirituelle Welten sprechen? Also, wir haben keine Fähigkeit, das hatte ich ja schon gesagt, wir haben keine Fähigkeit, uns die Sachen vorzustellen, dort im Spirituellen. Und unsere Sinnesorgane sind an die Physik gebunden, an die physische Welt. Rechts, links, oben, unten, vorne, hinten, an die Zeit gebunden. Gestern, heute, morgen. Und im Spirituellen ist das nicht vorhanden. Keine Räumlichkeiten, keine Zeiten, aber trotzdem etwas ist da. Und diese Brücke für uns zu schlagen zwischen dem Spirituellen und dem Materiellen benutzen sie Bilder, diese Bilder wie Körperorgane oder Buchstaben, die eine Art Brücke sind, um unser Verständnis anzunähern. Und sie sind aber nicht mit der Realität da oben identisch. Das ist ganz wichtig. Wurzel ist nicht der Zweig. Und Wurzel kann auch ganz anders, selbst in der materiellen Welt, Wurzel kann anders sein oder aussehen als der Zweig. Und diese Mittel dienen nur dazu, um das Ohr zu besänftigen.
SPEAKER_03Das ist die Idee. Gut?
SPEAKER_00Dann gehen wir über zum nächsten Thema. Also ich glaube, viele haben das schon mehrmals gehört. Das ist gut, dass wir natürlich im Verstand begrenzt sind. Aber wir können auch nach der spirituellen Erkenntnis auch den Verstand erweitern. Unser Wahrnehmung lässt sich erweitern, indem wir Kabbalisten werden. Gut, dann Dualität. Dualität der Emanation. Und um diese Firot, überhaupt die ganzen Prozesse zu der Emanation zu begreifen oder ein bisschen, dass wir uns unterhalten können, ist das unerlässlich ganz wichtig, dass wir zwei Aspekte immer im Kopf haben. Der Aspekt des Lichts und der Aspekt der Gefäße, der Gefäße und der Glieder. Also die Wirklichkeit ist immer in diesen zwei Aspekten teilbar. Aspekt des Lichts und der Aspekt der Gefäße. Das wissen wir schon. Also es gibt Licht und es gibt Gefäß, was Licht aufnimmt. Und Ausbreitung vom Licht, das nennt sich dann et pashtut ar-Ruchaniyud, also Ausbreitung der Spiritualität und die Gefäße und Lieder, Kelim ve Evarim. Das benutzt sehr oft in seinem Werk. Und das bedeutet nicht mehr als diese Formung vom Licht, die Fähigkeit, Licht zu halten, Licht aufzunehmen. Und hatte ich schon kurz vorhin gesagt, also lurianische Kabbalah hat Kelim eingeführt. Also oben gibt es nicht nur Licht. Viele machen, also die meisten denken, okay, ich komme dort hin oben und da ist nur Licht, pur Licht. Das ist nicht richtig. Oben gibt es immer Gefäße und Lichter. Es ist immer Licht und Gefäß da. Genauso in der materiellen Welt. Also es gibt Gefäß in der Körper und es gibt ein Licht, also die Lebenskraft in diesem Körper. Genauso in der spirituellen Welt. Es gibt immer Gefäß und es gibt Licht in diesem Gefäß. So, und nur Betrachtung von beiden zusammen ermöglicht uns richtig über Spiritualität zu sprechen. Wenn wir über Sphirot sprechen, gibt es immer ein Gefäß, was die Sphira hält, was das Licht hält. Und immer zwei Aspekte sind ganz wichtig. Daraus stehen so sehr, sehr viele Kombinationen, über die Kabbalah spricht. So, erster Aspekt, Ausbreitung vom Licht, hat man kurz angesprochen. Also Licht ist Pashtuta Ruchaniud, also Ausbreitung vom Spirituellen, von oben nach unten. Und es wird in den Quellen beschrieben als Ausbreitung von Entsoff, Ausbreitung von Azmut, vom Wesen von Entzhoff. Was Azmut, was das Wesen von Entsoff ausmacht, wissen wir nicht, aber wir wissen, dass das Licht, was dort ausgeströmt wird, kommt an und wird dann in die Sephirot, in den Sephirot wahrgenommen. Und kann man das auch als spirituelles Licht, als Kraft vielleicht bezeichnen, Korch oder oft sprechen die Kabbalisten auch über sogenannte Mochin. Mochin bedeutet Verstand. Also man wird im Grunde genommen durch Licht erwachsener. Man bekommt einen Verstand, ein Gehirn. Eigentlich ist das, glaube ich, aramäisch Gehirn, Moch, aber Mochin ist mehr Zahl von Gehirne. Und Funktion vom Licht, klar, also dringt, durchdringt alle Welten, belebt die Welten und dient für zwei Funktionen. Das Licht erschafft die Gefäße und er fühlt die Gefäße. Alles kommt vom Licht. Das Licht ist sozusagen für die Erschaffung der Gefäße auch zuständig. Nirgendwo gibt es die Gefäße, außer Licht erschafft diese. Und die kann als etwas Ungeformtes betrachtet werden, das Licht. Wir besitzen an sich keine Form, aber hier ist ganz wichtig zu sagen, dass ohne Gefäß gibt es auch kein Licht. Das heißt, man kann nicht über Licht sprechen, wenn ich kein Gefäß dafür habe. Es ist immer wichtig. Wir sprechen nicht über Abstraktionen, wir sprechen über irgendwelche Lichtformen. Nein, wir sprechen immer über ein Gefäß, was das Licht wahrnimmt. Ein Kabbalist beschreibt das, was er in seinem Gefäß aufgenommen, wahrgenommen hat. Das ist ganz wichtig. Gut?
SPEAKER_01Dieser Satz begegnet uns auch immer wieder. Es gibt kein Klee ohne Licht. Aber die Frage ist ja, ist mir jetzt gerade eingefallen, weil die Folie zweimal Dualität heißt. Geht es in der Kavala um die Zweiheit, das Gegensätze bestehen, oder geht es um Harmonie, um Einheit mit der höheren Kraft? Oder gibt es hier eine zeitliche Abhängigkeit when aus der zwei Hand the Einheit wird? Weil wenn man hört zwei Height, then this is a bit unvollkommen for.
SPEAKER_00Absolutely. That is genau das Gefühl, yeah. And in the Kabbalah geht's darum, that many Gegensätze, zwei Teile der Schöpfung, vereint. Vereint zur Vollkommenheit. Das Geschöpf verschmilzt mit dem Schöpfer. And daraus entsteht etwas Drittes. Daraus entsteht ein Zustand der Verschmelzung. Daraus entsteht die Rückkehr, Rückkehr zur Wurzel, wo wir alle verschmolzen sind mit Kadosh Baruchho, mit ihm. Und darum geht es in der Kabbala. Eine Methode der Vereinigung der Gegensätze.
SPEAKER_03Würde ich das erstmal so sagen. Gut, soll mein Fragen?
SPEAKER_00Keine Fragen. Dann machen wir weiter. Über das Aspekt des Lichts haben wir kurz gesprochen. Jetzt kommt der Aspekt von den Gefäßen, von den Gliedern. Also die Kelim vevarim. Das ist dann Bedeutung für Gefäße und Glieder. Und die Funktion ist, das Licht aufzunehmen und das Licht zu strukturieren, ermöglichen zu differenzieren, Licht und Nichtlicht. Und das ist alles die Funktion von Gefäßen. Und eine Art, also kanalisieren von diesem Fluss, Lichtfluss und verschiedenen Ebenen dadurch entstehen zu lassen. Je nachdem, welche Gefäße sind, welche Grobheit sie haben, welche Glieder, welche Varien das sind, dadurch wird Licht anders behandelt, wird Licht anders begrenzt. Und ohne Gefäße würde das Licht eigentlich gar nicht unterscheidbar sein, gar nicht differenzierbar sein. Man kann nicht über abstraktes Licht sprechen, sondern Kabbalisten sprechen immer über die Wahrnehmung. Und die Gefäße sind eine Art Instrument. Übrigens, Klee, also ein Gefäß, ist auch Instrument im Hebräischen. Ein Klis ist ein Instrument. Es ist ein Instrument, um mit Licht arbeiten zu können, um Licht wahrzunehmen. Und das ist die Ausgestaltung vom Licht durch diese Gefäße und Glieder. Das ist die zweite Seite der Dualität. Licht und Gefäß. So, wie nochmals die Frage, wie erfolgte dann eigentlich Akt der Emanation vom Licht? Also, das hatte ich ja schon kurz angesprochen, also bildet sich zuerst Simzum, also Zimtsum begrenzt Licht von Einzov, erschafft einen Chalal, ein Leer, also Halal Panui, also leeren Platz, und in diesen leeren Platz gibt es dann Möglichkeit, Gefäße zu erschaffen. Also durch das Lichtstrahl, also Lichtstrahl wird dann die Schöpfung möglich und die Gefäße, die danach entstehen können, diese Lichtstrahl ist im Prinzip der Beginn von Adam Karmon. Und die Gefäße entstehen durch den Akt der Betrachtung. Also En Sov, also Betrachtung vom Licht. Vom Licht, was von En Sov kommt und repräsentiert das Licht Hochmann, weil das Sehen bedeutet assoziiert sich mit dem Licht Rochma. Licht. Also das Wichtigste aus der Folie zu nehmen, dass die Gefäße entstehen aus der Betrachtung von ein Sov, also im Prinzip von Licht, was zuerst nicht differenzierbar ist, aber durch die Betrachtung dann strukturiert werden kann.
SPEAKER_01Worauf? Also Mazil blickt?
SPEAKER_00Ja, das ist eine sehr gute Frage, komme ich gleich dazu. Mazil, aber ich sage schon mal gleich, weil Mazil blickt auf das Licht, was aus den Osen Hotempe ausströmt. Kommen wir gleich dazu. Erstmal ein Zitat aus der Bibel. Das Zitat sagt folgendes. Und hier steht auf Hebräisch, das kommt aus dem Genesis 1,4. Also we ja ar Elohim et aor kitov, we jafdel Elohim beit ben or ben aor, we bein a-hoschach. Also Gott sah das Licht, das es gut war, und Gott schied zwischen dem Licht und der Finsternis. Man könnte denken, okay, welches Licht sieht dann Gott? Ich weiß gar nicht gar nicht, Licht der Sonne oder Licht, also wenn man Bibel liest, wenn man nicht weiß, über was es geht. Kabbalistische Erklärung fehlt. Ja, man denkt, okay, gut, Gott sieht irgendein Licht, was er selbst vorher erschaffen hat. Das steht auch in Genesis 1,3. Und es werde Licht und es wart Licht. Und dann sieht Gott das Licht und dann schied zwischen dem Licht und der Finsternis. Es geht tatsächlich um die Erschaffung der Gefäße, für die auch Kabbalisten sprechen. Und hier kommen wir jetzt zum Thema Akt des Sehens. Und im Buch Ezaim, Baal Sulam schreibt: Im Geheimnis dieses Sehens gibt es ein direktes und ein reflektiertes Licht. Denn zuerst erstreckt sich das Sehen bis zum Ende des zehnten Aspekts von Nefesh. Und bei der Rückkehr nach oben trennte es. Und die Aspekte der Gefäße wurden gemacht und kleideten Nefes in allen ihren Teilen. Das hört sich natürlich kompliziert an. Versuchen wir vielleicht ein bisschen mit einfachen Worten auszudrücken. Sie wuchs aka, hatte ich vorhin gesagt. Das ist ein Prozess, der eine Paarung, schlagartige Paarung verursacht, beziehungsweise beschreibt. Und diese schlagartige Paarung, Ergebnis von dieser Paarung ist das reflektierte Licht. Direkte Licht kommt auf den Schirm, der Schirm macht Sivuch der AKA mit dem Licht, paart sich mit Licht. Und durch diese Paarung vom Massard mit dem direkten Licht entsteht das reflektierte Licht. Und das reflektierte Licht kehrt zum Ursprung zurück, zur Quelle kommt das wieder. Und da trennt die Gefäße vom Licht. Dadurch entstehen dann die Gefäße durch diesen Sivuk. Und der Arkt vom Sehen ist eine Art Trennung, Trennungsprozess und mit Hilfe von diesem reflektierten Licht. Dieses reflektierte Licht wird vom Massard zurückgestrahlt und er schafft dann die Gefäße.
SPEAKER_03Er schafft dann Möglichkeit, das Licht dann später zu strukturieren. Kompliziert oder soll ich das nochmal wiederholen, Elli?
SPEAKER_01Also ich habe nichts verstanden, es tut mir leid. Vielleicht dann doch nochmal wiederholen.
SPEAKER_00Also, sie wukte aka. Das ist ein Prozess, Kabbalah beschreibt denn sehr ausführlich. Das ist ein Prozess, wo Licht auf den Schirm trifft. Schirm ist ein Widerstand gegen Licht. Das Licht kommt von Rom, nennt sich Oriaschar, das direkte Licht.
SPEAKER_01Wort mal, Boris, eine kurze Frage. Ist wuk immer ein Sivuk der HKA oder gibt es einen Sivuk auch ohne HKA?
SPEAKER_00Es gibt, soweit ich mich an die Schriften erinnere, immer einen Sivuk mit AKA. Das heißt Sie wuk mit Schlag, eine Art Kupplung.
SPEAKER_01Kupplung oder Paarung oder so, aber es ist immer HKA dabei. Siewuk allein.
SPEAKER_00Geht auch?
SPEAKER_01Müssen wir uns das merken oder nicht?
SPEAKER_00Ja, eigentlich, es geht immer um Sie wuk der AKA. Es geht immer um Seewuk der AKA und das ist dann Paarung zwischen Licht und dem Masach. Es fehlen wirklich Worte an, das zu beschreiben. Man muss sich daran gewöhnen. Das ist eine sehr ungewöhnliche Wortwahl, aber es ist ein spiritueller Prozess, wo zwei Gegensätze sich paaren: Licht und Masach. Und sie paaren sich und daraus entsteht neues Licht. Das neue Licht, reflektiertes Licht. Okay, und diese Masach, also in den Schriften steht doch geschrieben, Masach kann auf verschiedenen Ebenen stehen. Masach kann auf der Ebene von P, Mund stehen, auf Ebene von Nase, also Rotem, Osen und Einaim, und auf der Ebene von Augen. So, und das Licht und Masach paaren sich und das reflektierte Licht ist das Ergebnis. Das reflektierte Licht kommt zurück zur Quelle. Das ist das Licht, was aus dem Masach, aus der Paarung entsteht. Und dadurch entsteht auch ein Gefäß. Dadurch entsteht, kann auch ein Gefäß entstehen. Und wir werden nachher noch sprechen, dass auch die Lichter, wenn der Prozess der Betrachtung vom anderen Licht stattfindet, zum Beispiel Licht, was aus den Ohren, also aus dem Osen, ausgestrahlt wird, entstehen auch die Gefäße, auch durch das reflektierte Licht. Okay? Dieser Massach kann auf verschiedenen Ebenen stehen und auf verschiedenen Stufen Paarung entstehen. Also ich merke, im Verstand ist es schwer. Aber ich denke, wir gewöhnen uns dran.
SPEAKER_01Ich wünsche auch, also ich bin da zuversichtlich. Der Jürgen fragt, geschieht die Reflexion vom Licht automatisch oder muss das Geschöpf das wollen? Also ist das ein Akt des Verlangens irgendwie oder ist es außerhalb vom Geschöpf und seinem Verlangen?
SPEAKER_00Ja, absolut richtige Frage. Ich merke, da spricht jemand, der schon ein bisschen Erfahrung hat, automatisch passiert nichts. Das Licht muss zurück durch den Masach reflektiert werden, und das ist eine aktive Handlung des Geschöpfs. Also das Licht zurückzuweisen. Stell dir vor, der Genuss comes and muss mit dem Genuss arbeiten. Wenn du den Genuss in sich in dich aufnimmst, dann verletzt du beispielsweise, was zum Zerbrechen führen kann, was bei Adam Arishon schon der Fall war, er hat den Genuss ohne Schirm aufgenommen anders in 600.000 Teile.
SPEAKER_03Und aus diesem Grund benötigt man aktive Mitarbeit, aktive Mitarbeit des Geschöpfes. Gut, dann machen wir weiter.
SPEAKER_00Die vier Sinneswahrnehmungen ist das ganz wichtiges Thema. Und diese, also natürlich kennt jeder diese vier Sinneswahrnehmungen, also Sehen, Hören, Riechen, sprechen. Und okay, sprechen ist keine Sinneswahrnehmung, aber Mund ist ein Geschmack. Und aus dem Mund kommt die Sprache raus. Vielleicht so rum. Und wenn wir dies, also Ari schreibt das im Baum des Lebens, wenn wir dies abschätzen und vergleichen, wissen wir bereits, dass es vier Grundlagen für alles gibt. Und das sind Sehen, Hören, Rechen, Sprechen. Und dies sind das Geheimnis der Neshama für die Neshama, das Geheimnis für Naran, Nefesh Ruach Neshama. Und also wir haben einen Zusammenhang zwischen vier Sinneswahrnehmungen, die durch Augen, durch die Ohren, durch die Nase und den Mund mit den vier Ebenen von Neshama oder von der Seele zusammenhängt. Neshama le Nishama, dann Nishama, Nefish und Ruch. Und die Ausdehnung, die Ausdehnung vom Licht, oder wie soll ich das jetzt besser erklären? Das Licht, was aus diesen Öffnungen ausgestrahlt wird, dient als Quelle der Wurzeln, der Gefäße für die materiellen Öffnungen. Das Licht bei Ak kommt ausgestrahlt aus diesen vier, wobei Augen, da gibt es eine spezielle Anmerkung, bei Augenlicht wird aus diesem Licht kein Gefäß gebaut, sondern das Licht wird erst vom Licht vom Osen und von Hotem und P gebaut, also das Gefäß. Und diese drei dienen dann als Wurzeln für die Gefäße, die kommen. Wurzeln für Roche, für den Kopf, als auch Wurzeln für den Goof, für den Körper. Und diese vier sind auch Wurzeln für die vier Sinneswahrnehmungen, die wir haben. So rum erklärt. Schwierig oder braucht man ein bisschen mehr Licht?
SPEAKER_01Es geht schon, ich denke, machen wir weiter.
SPEAKER_00Gut. Nochmal wiederholt. Also, wichtige Sachen wiederholen wir mehrmals. Das Konzept von Adam Kadmon, warum benutzen wir eigentlich solche Begriffe wie Kopf, Ohren, Mond, Nase, wenn sie sowieso wörtlich gar nicht so gemeint sind? Ja, und hier ist die Antwort kurz gefasst. Also Adam Kadmon ist erstmal ein Modell oder eine Art Vorlage, die später für die Schöpfung verwendet wird. Und diese ganzen Namen, Körperteile, werden verwendet als Analogien, als Gleichnisse, um diese spirituellen Prozesse zu erklären oder zu veranschaulichen. Keine physischen Beschreibungen, sondern eine Art metaphorische Beschreibung, die uns mit der Wurzel verbindet. Wir besprechen so die Wurzeln und somit verbinden wir die Wurzeln mit dem Zweig. Aber man darf das nicht wörtlich verstehen.
SPEAKER_03Okay.
SPEAKER_01Ja, an das muss man sich immer erinnern als Kabala-Student, weil diese Begriffe begegnen einem in allen Texten und Büchern. Und man ist schnell versucht, dann das in diese Welt herunterzuziehen und auch entsprechend zu handeln, aber es sind eben nur Gleichnisse und Metaphern.
SPEAKER_00Genau, genau. Gut, dann jetzt kommt jetzt aber das Thema. Also wer schafft man eigentlich die Gefäße? Ich hatte kurz schon angedeutet, aber hier ist das auf der Folie noch ein bisschen zusammengefasst. Also, Mazil, das hatten wir ja schon gesagt, betrachtet Licht. Ja, und Gott sah Licht und trennte Licht von der Dunkelheit. Und das führt sozusagen zu einer Scheidung, weil Yafdel, also Avdallah, also Trennung zwischen Licht und der Dunkelheit. Und die Gefäße werden dadurch gewissermaßen definierbar durch diese Betrachtung. Und Mazil, oder wer betrachtet eigentlich das Ganze? Und das ist der, also in der Tora steht der Lokim geschrieben. Wir können aber auch das, oder die Kabbalisten beschreiben, Adam Kadmon. Adam Kadmon betrachtete, also betrachtete das Licht, weil Ja ar das Licht Nefisch. Interessanterweise betrachtet er das Licht, was aus dem Mund ausgeströmt wird, aus Malhut. Malhut ist Mund, entspricht P. Und in dem Text wird gesagt, Elohim, Elohim et aor. Also Elohim Jaar, ich muss das Zitat nochmal zurückblättern finden, damit ich wirklich zeige, was man gemeint hat. Und so, hier steht das. We jaar Elohim, et a-or. Wir schauen hier, hier steht or und hier steht ein et. So, und wenn die Kabbalisten meinen, also bald Solam erklärt, dieses et, bedeutet Malhut, bedeutet tatsächlich Mund. Ja, Licht vom Mund. Okay, das ist das, was Elohim betrachtete.
SPEAKER_01Und warte mal, Boris, ich habe ein Widerverständnisproblem. Betrachtet jetzt Elohim den Adam Kadmon, wie von ihm quasi das Licht ausströmt oder sich selbst? Oder gibt es hier zwei Akteure, wo einer den anderen betrachtet oder in die Sinnesorgane reinblickt?
SPEAKER_00Sehr gute Verwirrung. Adam Kadmon ist Elohim in dem Fall bezeichnet. Adam Kadmon wird als Elohim bezeichnet. Wir sprechen über Adam Kadmon.
SPEAKER_01Aber was betrachtet?
SPEAKER_00Ja, was betrachtet? Jetzt kommen wir. Kommen wir gleich. Das ist genau jetzt unser Thema. Was betrachtet denn Elohim? Er betrachtet et H or. Er betrachtet Licht aus P. Er betrachtet Licht aus dem Mund.
SPEAKER_01Aber von wem? Das Licht des Mundes.
SPEAKER_00Von Adam Kadmon. Das ist dann. Also die subtile Betrachtung ist Taklut-Tag, die mit dem Licht Hochmar verbunden ist. Es ist immer, also aus Enaem, ist Licht Hochmar. Daraus entstehen dann die Gefäße oder die Wurzeln für die Gefäße für die Lichter Nefeschrohr Neschama. Und zwar von verschiedenen Ebenen, je nachdem, welche Lichter man betrachtet. Welche Lichter, zum Beispiel Nefisch wird aus Mund ausgeströmt. Hewel aus der Nase, das ist dann Ruach. Und Hevel aus dem Osen wäre dann Neschama. Und Elohim, also sieht oder betrachtet Hevel vom P. Okay, und durch diesen Rauch oder Hevel entstehen dann die Wurzeln für die Gefäße. Okay, und da werden daraus dann zehn Gefäße pro Evel sozusagen dann gebaut oder gebildet. So, diese, man kann fragen, ja, was sind das für Gefäße? Was kommt denn danach? Okay, da hat irgendwas geschaut, und dann, was sind das für Gefäße? Das sind die Welten, die Welten, die wir später auch lernen werden, aus diesen unglaublichen Prozessen des Akts des Sehens entstehen spirituelle Welten. Die Welten Azilut, die Welten Driya, die Welten Jezera, die Welten Asija. Das ist ein sehr tiefer, tiefer Vorgang. Die Lichter breiten sich nach unten aus, aus der Ebene von Roche von Ach. Und daraus aus diesen Lichtern und Gefäßen dienen dann die ganzen weiteren spirituellen Prozesse statt. Das ist so viel, was die Kabbalisten dann beschreiben, wo sich dann Lichtern bis zum Tapu ausbreitet, dann bildet sich dort die Welt Tohu Wavohu, die Welt Nikudim, dann zerbricht diese Welt Nikodim, dann fallen die Funken beispielsweise, also fallen unter Parsin und dort aus diesen Funken werden die Seelen geboren, menschliche Seelen oder Engelseelen, je nachdem, also so viel, was die Kabbalisten dort beschreiben. Aber alles ist in der hohen Wurzel entsteht durch Sah der Elohim, Sah Licht.
SPEAKER_01Der Wolfgang fragt: Ist Licht gleich Sonne?
SPEAKER_00Nein, das Licht ist nicht gleich Sonne, Wolfgang, sondern Licht ist, wie wir schon vorhin angesprochen haben, ist Emanation als Soft. Das ist eine Fülle, die kommt und die ist nicht mit Sonne, das ist keine Sonne, sondern es ist eine Fülle, die später in die Gefäße eintritt. Kann man sagen, das ist vielleicht spirituelle Kräfte? Kräfte, die ausgeströmt werden, vielleicht Mochin, vielleicht Aspara, es gibt ja auch noch Wort dafür, aber es ist nichts mit dem Materiellen vergleichbar.
SPEAKER_01Da haben wir ja gerade gehört, dass man es nicht nehmen wollen.
SPEAKER_00Das ist richtig, ja.
SPEAKER_01Der Günther fragt, können diese Lichter als Schöpfungskräfte bezeichnet werden?
SPEAKER_00Ja, ich würde das so auch fühlen. Ja, tatsächlich Lichter sind Schöpfungskräfte und aus den Lichtern entstehen Gefäße. Gefäße, Lichter befüllende Gefäße, dass da draußen entsteht alles. Gut, jetzt gehen wir weiter und zwar das Thema noch ein paar Folien haben wir, aber ich glaube, wir sind heute gut vorangekommen, obwohl das so schwer ist. Ich fühle das, aber.
SPEAKER_01Wenig Fragen, vielleicht deswegen auch schneller.
SPEAKER_00Genau, genau. Entstehung von Roch und Guff vom Kopf und vom Körper. Und zwar, wir hatten ja gesagt, dass die Betrachtung, die Betrachtung Rea, ja, von Ak, des Lichts Nefisch, also Or, an Nefesch oder eta-or, war dieser initiale Akt der Entstehung der Gefäße. Und der Kopf, also im Prinzip, ist die Formung oder Betrachtung von, wie steht es hier geschrieben, entsteht primär durch die Kraft des direkten Lichts. Man sagt, also wir lernen auch bei den Kabbalisten, dass die Gefäße, die richtigen Gefäße im Kopf gar nicht gibt. Der Kopf ist nur dazu da, um eine Absicht zu bauen, einen Gedanken. Und empfangen von Genuss, also Gefäß is schon in the formus zu empfangen, im Kopf nicht möglich. Deshalb der Kopf entsteht durch die Kraft des direkten Lichts. And Gefäße werden dann, oder der Körper werden dann als Government reflektierte Licht geformt. Wobei dieses Licht, reflektierte Licht, muss sich nach unten ausbreiten. Steht das auch in der Tihale Chochmatakabanda, wie dieser Prozess stattfindet, durch diesen Sivuk der AKA, Reflektion vom Licht steigt das Licht, das reflektierte Licht herab. Und das direkte Licht kleidet sich in das reflektierte Licht ein und daraus entsteht dann ein Gefäß für den Guf, für den Körper. Und daraus entstehen dann die sieben unteren Sephirot. Weil die drei ersten, also Ketachmabinar, sind dann die Sephirot für den Kopf, also für Roch. Und die sieben unteren, welche sind das? Also Hesed, quora, die Feret, Netza, und Malchut, sind die sieben unteren Sephirot und sie werden dann durch das reflektierte Licht, was also Malbisch, also die einkleidet, das direkte Licht, und daraus wird dann der Guf gebaut. Also wichtig ist: Betrachtung ist nur initialer Prozess, ja, um die Kelim zu formen. Und der Kopf ist nur aus dem direkten Licht geformt und wird geformt durch das Licht und das Licht, was nach unten ausgebreitet wird, das reflektierte Licht, aus ihm baut sich dann der Guf auf, der Körper vom spirituellen Parzuf. So wie es bei Adam Kadmon der Fall ist, so ist in jedem Parzuf. So wird dann, erklärt auch Bal Sulam, in Tihalech of Mata Kabbalah, bei jedem Parzuf ist der Prozess ähnlich. So baut sich der Kopf auf und so baut sich dann der Guf auf. Fragen?
SPEAKER_01Ja, Rüpelchen fragt. Oder er bezieht es auf das eigene Sehen können wahrscheinlich. Heißt Sehen die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen und benennen, also gut oder schlecht. Also spielt unser Sehen hier auch irgendwie eine Rolle? So würde ich die Frage dann weiter noch interpretieren.
SPEAKER_00Es ist eine tiefe Frage. Ich weiß nicht, wie tief hier gefragt wird. So wie in der Wurzel, ich würde es folgendermaßen beantworten. Also, so wie ist es in der Wurzel, so ist es auch im Zweig. Das heißt, wenn es in der Wurzel Erschaffung von Gefäßen gibt, können wir auch aktiv, aktiv auch in unserer Welt auch aktiv erschaffen. Aber wir sind natürlich nicht so korrigiert. Also obere Stufen müssen natürlich die Korrektur erstmal erfahren. Sie brauchen Schirm, sie brauchen Massach, um richtig erschaffen zu können. Das ist das, was wir auch brauchen. Was Rüppelchen auch benötigt, um zu erschöpfen. Aber sie fragt bezüglich der Wahrnehmung, bezüglich der Benennung. Ich denke, Wahrnehmung bedeutet, ich nehme mich wahr, wie im Maße meine Unkorrektur. Das heißt, ich sehe draußen das, wo ich noch nicht korrigiert bin. Die Welt draußen gibt es nicht. Die ist absolut Abbildung, absolute Abbildung meiner inneren Qualität. Wenn ich im Inneren, im Geben, mit dem Schöpfer verbunden bin, auf ihn ausgerichtet bin, nehme ich die Welt dann anders wahr. Ich nehme dann die Welt von Azilut, ich nehme die Welt von Breya, Yetzerasia, von Adam Kadmon. Alles ist nur im Maße meiner Entsprechung dem Hören, wie ich mit dem Hören ähnlich bin. Im Maße meiner Ähnlichkeit zu ihm.
SPEAKER_01Zur Gleichheit der Form.
SPEAKER_00Richtig Gleichheit der Form. So würde ich die Fragen beantworten.
SPEAKER_01Danke, Boris. Also, liebe Kapela Solmetz, wenn ihr Fragen habt und manchmal ist es schwierig, auch genauer zu formulieren, was man eigentlich wissen will, ich habe hier eingeblendet, ihr könnt auch unser E-Mail schicken, meinefrage.eu. Dann kann man auch eine längere Frage stellen. Wir haben mehr Möglichkeiten, die Fragen zusammen vielleicht zu beantworten oder einfach auch euch zurückzuschreiben.
SPEAKER_00Ja, jetzt kommen wir zur letzten Folie heute. Und zwar der Körper als Begrenzung für Lichter. Und zwar, ja, wir wissen das schon, dass der Körper, der Goof ist, ein Gefäß ist. Und Gefäß ist immer etwas, was Licht aufnimmt. Und das, was Balas schreibt, dass das Geheimnis des Körpers, der das Gefäß ist, ist die Unterscheidung, die Grenze und die Begrenzung für die Lichter. Das heißt, Lichter werden in den Gefäßen eingekleidet und werden sozusagen von außen von außen begrenzt. Also der Körper ist eine Art Gefäß, was außen und innen voneinander trennt. Und die Gefäße entstehen aus dem Licht selbst. Das hatten wir schon gesagt, das Licht durch den Akt des Sehens, durch das reflektierte Licht, erschafft die Gefäße. Und diese Gefäße werden dann später, oder die Wurzeln von den Gefäßen werden später zu den Gefäßen selbst. Und diese Unterscheidung von Licht und Nicht-Licht ist ein Gefäß im Prinzip. Und das ermöglicht dann allen Arten von Individualitäten, die das Unendliche, Licht der Unendlichkeit strukturiert. Ich denke, die Folie ist nicht ganz so komplex wie die anderen, aber sie ist auf jeden Fall ja logisch. Also der Körper, also der Gefäß, der Gov ist die Begrenzung für die Lichter. Und trennt ihnen außen. Also Licht, umgebendes Licht, zum Beispiel ein inneres Licht. Das ist der Sinn vom spirituellen Guf.
SPEAKER_01Da passt die Frage vom Jürgen dazu. Kommt das reflektierte Licht denn nicht von unten nach oben? Kommt schon, aber ich glaube, das hast du auch gesagt, oder? Wenn es auch ein Massage trifft.
SPEAKER_00Ja, ja, das ist eine, ich weiß, warum Jürgen das fragt. Also ich habe ja auch gesagt, das Licht breitet sich nachher nach, also reflektierte Licht nach unten aus, um den Govern zu bilden. Alles ist beide richtig. Das reflektierte Licht vom Massach zurück zur Quelle. Das ist absolut, muss man sich merken. Direkte Licht kommt immer von oben nach unten, trifft auf den Schirm, Massachuset und wird vom Massach zurückreflektiert zur Quelle. Aber dann passieren verschiedene Dinge. Hier kommt der Punkt. Dieses reflektierte Licht kann auch, es gibt so etwas wie Or Joser Jaret, oder vielleicht Jürgen hat schon mal gehört, das Licht, was herabsteigt. Dieses Orcher, also reflektiertes Licht, kann überall sein, kann auch nach unten herabsteigen, das ist, was meistens passiert. Auch neue Gefäße bilden kann dieses Licht. Diese Prozesse, die wir lernen, auch die Prozesse der Welt Akkudim, wo Matti Velo Matti beispielsweise, diese Prozesse werden auch durch das reflektierte Licht herbeigeführt. Und dieses Orchose Joret, also Orchose ist tatsächlich das Licht, was er schafft. Das direkte Licht ist nur eine Art Rohrmasse, würde ich sagen. Vorstufe. Vorstufe. Ja, Vorstufe oder Rolling, also so eine Art Masse, undefinierbare Masse. Aber Orser, das Licht, was von Massach kommt, das ist ein Licht, wirklich, ich würde das sogar wie schöpferisches Licht bezeichnen. Das ist das Licht, womit wir neue Gefäße erschaffen können, damit wir damit neue Welten erschaffen, wenn wir sowas.
SPEAKER_01Umenschaften nennt es der Balasulam auch.
SPEAKER_00Achso, ja. Wir wissen nicht wirklich die Bedeutung von Masach. Der auf den verschiedenen Stufen auch stehen kann. Also auf der Stufe vom Mund, Nase, Ohr, ein. Massach kann sich auch bewegen. Und durch diesen Massach entstehen auch verschiedene Stufen vom reflektierten Licht. Dieses reflektierte Licht ist das Licht, was er schafft.
SPEAKER_01Ja, also ich denke, Fragen gibt es jetzt momentan keine, aber Boris, vielleicht kannst du nochmal diese Folie mit dem QR-Code für die Community einblenden, weil ich könnte mir vorstellen, dass vielleicht der eine oder andere doch in diese Community jetzt wieder eintreten möchte, um eben auch dieses Material aufs Material zugreifen zu können. Wir haben dort unsere Sendungen und Audios und auch Texte zu jeder Sendung eingestellt. Aber es kann natürlich jetzt auch sein, dass du die Folie gerade nicht hast, deswegen redi länger.
SPEAKER_00Gerade die Folie habe ich jetzt nicht, aber wir stellen immer unter dem Video den Link aus. Also ihr könnt natürlich dort auch. Ich suche gerade jetzt die Folie. Und dann könnt ihr dann entsprechend den School, also die Community, wo wir erreichbar sind, auch beitreten. Dort könnt ihr auch Fragen loswerden oder eure Einregungen oder Themen vorschlagen, die wir auch besprechen wollen. Also ich finde leider, die jetzt nicht diesen QR-Code, aber ihr könnt einfach auf den Link unten im Video klicken. School, Community und beitreten. Und dort können wir gern weiter besprechen.
SPEAKER_01Vielleicht nochmals zu School. Also ihr werdet nicht mit Newslettern überschüttet und ihr müsst auch nicht zahlen und man braucht eigentlich gar nichts tun, sondern man kann sehr unilateral sich einfach dort das Material besorgen und nachlesen. Das ist alles eigentlich. Ja, und da tun wir auch meistens, wenn wir eine Pause machen oder wann der nächste Stream ist, einstellen. Das heißt, es lohnt sich auf jeden Fall bei School, bei unserer Community sich anzumelden. Gut, dann schaue ich nochmal, ob es noch eine Frage gibt aus dem Chat. Haben wir alles erledigt, Boris? Vielen Dank.
SPEAKER_00Sehr gerne. Die Prozesse sind wirklich komplex. Uns fehlt die Sprache und fehlt das Verständnis von den Prozessen. Also wir bekommen Licht von oben durch das Lernen von unserer Wurzel. Das hatten wir schon gesprochen. Ich wünsche uns allen viel Licht. Dieses Licht brauchen wir, dieses Licht benötigen wir, um aufsteigen zu können, um Massach zu erbauen, mit dem reflektierten Licht dann später arbeiten zu können. Das wünsche ich uns allen, lieber Soulmates, und wir sehen uns das nächste Mal. Bis dann.
SPEAKER_01Wir sehen uns vielen Dank.