Kabbala Akademie Podcast

In jeder Sache müssen wir zwischen Licht und Kli unterscheiden, Rabash 1985/25

Bnei Baruch Kabbala Akademie

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Hörtext zum zweiten Unterricht des Weltweiten Kabbala Kongresses (19-21 Feb 2026)

Zusammenfassung:

Der Text beginnt mit einer grundlegenden kabbalistischen Unterscheidung: In allem, was existiert, müssen wir zwischen Licht und Kli (Gefäß) unterscheiden – also zwischen dem Schöpfer, der gibt, und dem Geschöpf, das empfängt. Ohne einen Empfänger gäbe es kein Licht, da das Licht nur durch das Gefäß offenbar wird. Was wir als göttliche Fülle erfahren, ist das Licht, das sich in einem Gefäß einkleidet und durch die Art und Weise, wie dieses Gefäß es empfängt, spürbar wird. 

Alles, was ein Mensch empfängt – in der äußeren Welt wie im Inneren – kommt vom Schöpfer, denn es gibt keine andere Kraft, die schenken könnte. Das Bewusstsein dieser Wahrheit führt den Menschen in die richtige Haltung gegenüber dem Schöpfer: Dank und Lobpreis stehen am Anfang jeder spirituellen Arbeit. Indem wir dem Schöpfer für die Schöpfung danken, öffnen wir uns für die volle Freude am Leben und an der Arbeit an uns selbst. 

Doch genau hier erweist sich wahre spirituelle Arbeit als Prüfung: Unser Körper und Verstand neigen dazu, uns von dieser Anerkennung und Dankbarkeit abzulenken, weil sie uns unsere Unvollkommenheit vor Augen führen. Der Mangel, den wir fühlen, ist selbst ein Kli – ein Gefäß, das Raum schafft für Gebet, Studium und das Streben nach spiritueller Verbindung. Ohne dieses Gefühl des Mangels gäbe es keinen Anreiz für Wachstum und keine Möglichkeit, dem Schöpfer zu danken und sich über den Verstand zu erheben. 

Das heißt: nur durch den Unterschied zwischen dem empfangenden Kli und dem Licht, das es empfängt, wird die spirituelle Erfahrung möglich. Dieser Unterschied ist die Grundlage, auf der der Mensch lernen kann, den Schöpfer als den „Guten, der Gutes tut“ zu erkennen und sich selbst im Prozess des Empfangens und Gebens zu prüfen und zu korrigieren. 

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