Kabbala Akademie Podcast
„Durch die Beschäftigung mit der Kabbala beginnt für den Menschen das wahre Leben. Jeder Tag ist für ihn etwas Neues. Er entdeckt immer neue Gesetzmäßigkeiten und Wechselbeziehungen, eine neue Welt in sich und um sich herum.“
Dr. Michael Laitman, Gründer der Bnei Baruch Akademie in Europa
Du findest hier Talks, Unterrichte sowie Hörtexte zu Themen der Kabbala.
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Freiheit vom Engel des Todes (Teil 2)
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Wie erlangt man Freiheit vom Engel des Todes?
Kabbalistische Quelltexte kennenlernen
Es gibt viele kabbalistische Quelltexte, die es wert sind, gelesen und reflektiert zu werden. Doch oft fehlt einem die Zeit dazu. Stöbert man durch die Bibliothek, weiss man bei dem großen Angebot auch gar nicht, mit welchem Artikel man beginnen könnte.
In dieser Sendereihe werden Texte von Yehuda Ashlag (a.k.a. Baal HaSulam) vorgestellt und beleuchtet.
Thema der Sendung: Das Gesetz der Kausalität
- 02:16 Zusammenfassung der letzten Sendung
- 08:50 Verlangen zu empfangen vs. Verlangen zu geben – wie kann man das verstehen?
- 13:00 Missverständnisse bezüglich „Absicht“
- 16:00 Die alles lenkende Kraft – Gott, Schöpfer, Licht, Tora – was ist es genau?
- 18:36 Genuss und Ego – Zusammenhang?
- 21:40 Wie erlerne ich die richtige Absicht?
- 25:00 Ist das Ego der „Engel des Todes“?
- 31:50 Wozu braucht man das Ego?
- 41:00 Wie im Großen so im Kleinen, wie im Allgemeinen so im Besonderen. Was ist das Band, das alles verbindet?
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Herzlich willkommen, liebe Zuhörerinnen und Zuseherinnen, zu unserer Sendung Die Wissenschaft Kabbalah einfach erklärt. Wir sind beim zweiten Teil von Die Freiheit vom Engel des Todes. Wir haben das letzte Mal schon darüber gesprochen. Ich möchte mich vorstellen, mein Name ist Elisabeth, ich komme aus Österreich und studiere schon seit einigen Jahren die Weisheit der Kabbalah. Und mein Partner ist Boris. Boris, magst du dich auch kurz vorstellen?
SPEAKER_01Ja, schönen Tag, ich bin Boris aus Berlin und ich studiere ebenfalls sehr, sehr lange Kabbala, die authentische Weisheit der Kabbala von der Organisation Bneiba Ruch. Und seit 15 Jahren unterrichte ich auch dieses Thema und bin wirklich sehr, sehr glücklich, dass ihr euch heute weitere interessante Einblicke eigentlich in dieses Thema, die authentische Weisheit der Kabbalah vorstellen dürfen.
SPEAKER_00Ja, die Weisheit ist ja sehr alt und die Schriften, die wir studieren, also heute zum Beispiel den Artikel von Bala Sulam, die Freiheit, die hat er wahrscheinlich so um 1930 oder so geschrieben. Das muss man auch immer im Kopf haben, wenn man da liest. Es ist ein bisschen komplexer, die Sprache, aber umso nichts, desto weniger genauso interessant für uns und wir wollen es auch entschlüsseln. Und ihr könnt selbstverständlich Fragen stellen, über den YouTube-Chat einfach reinstellen eure Frage. Wir schauen da immer nebenbei in den Chat rein und versuchen dann eure Fragen zu beantworten. Ja, zuletzt haben wir angefangen mit dem Artikel und da gab es ja dieses Zitat, sprich Harut, nicht Herut. Also es geht um die nicht, dass es eingemeißelt ist in Stein, sondern dass man Freiheit vom Engel des Todes erlangt in diesem ganzen Freiheitsartikel. Boris, vielleicht magst du eine kurze Zusammenfassung geben. Was ist denn mit diesem Engel des Todes gemeint? Wie kann man dem entkommen, Engel Tod? Worum geht es da? Kannst du uns kurz zusammenfassen, bevor wir uns dem Artikel weiter widmen und den nächsten Absatz lesen?
SPEAKER_01Ja, selbstverständlich. Ich kann gerne so ein bisschen kurz mal zusammenfassen, was wir letztes Mal gelernt haben, obwohl wir natürlich euch einladen, das ganze Video euch anzuschauen. Wir hatten letztes Mal gesagt, dass wir in der Natur in einer Natur befinden, die uns von der Geburt an gegeben wurde. Diese Natur basiert auf einem auf einem Mechanismus. Dieser Mechanismus nennen die Kabbalisten der Wille zu empfangen, der Wille zu empfangen für sich selbst. Und sie haben, oder Bal Sulam erklärt uns in diesem Artikel auch, wie man von diesem Willen zu empfangen, indem man von Anfang an seine Geburt ansteckt, wie man sich von ihm befreien kann. Darum geht es. Das ist eigentlich der Begriff, die Freiheit. And wir hatten letztes Mal sehr ausführlich besprochen, Elisabeth, dass eigentlich dieser Begriff, die Freiheit, was normalerweise ein Mensch versteht, der Mensch aus dieser Welt falsch ist. Der Mensch aus dieser Welt denkt, okay, ich bin frei jetzt, ja, ich kann jetzt tun, was ich will, ich kann jetzt entscheiden, was ich tue, ich kann vielleicht jetzt dieses Video mehr anschauen, ich kann dieses Video vielleicht jetzt gleich zu beenden und dann gehe ich irgendwo anders hin. Das ist, was die Kabbalisten nun sagen, das ist keine Definition dieses Begriffes, die Freiheit, was die Kabbalisten meinen. Weil in dieser Handlung, die wir jetzt so verstehen, wo wir handeln, wo wir etwas tun, in dieser Handlung sind wir nicht frei. Oder Bal Sulam schreibt, wir werden gehandelt. Das heißt, wir befinden uns in einer Art illusorischer Zustand, wo es uns, ich enthülle schon ein bisschen mehr, ja, also wir befinden uns in so einem Zustand, einer Illusion, wo es uns so erscheint, als ob wir was tätten. Das hört sich ein bisschen schon gleich unglaubwürdig, fast verrückt an, aber sagen die Kabbalisten, wir befinden uns wirklich in einer eingebildeten Welt, in einer Welt, die es gar nicht gibt. Wie kann es denn sein? Ich fühle mich ja eigentlich hier ziemlich fest. Ich fühle meinen Körper, der Körper ist hart, der Körper ist vielleicht weich, der Körper ist warm, der hat Fleisch, Haare und alle möglichen Attribute eines menschlichen Körpers. Wie kann es sein, dass sowas alles gar nicht gibt? Und was ist drumherum? Die ganze Natur, also Tiere, Sonne, Wolken, alles, wie kann es sein? Es ist alles wirklich eingebildet. Und dann sagen die Kabbalisten, ja, es ist alles eingebildet. Es ist alles eine Illusion, die wir in unseren fünf Sinnesorganen wahrnehmen. Eine richtige Freiheit bedeutet, sich von dieser Illusion zu befreien. Eine richtige Freiheit bedeutet, zu erkennen, was eine reelle, eine wirkliche Welt ist. Und diesen Austritt aus sich selbst, aus diesem Ich, aus diesem eingebildeten Ich, diesen Austritt nennen dann die Kabbalisten quasi die Freiheit oder aus dem Exil herauskommen. Weil wir sind im Prinzip in dieser eingebildeten Welt, wir sind wie Sklaven, wir sind versklavt, unbewusst von dem Willen zu empfangen für sich selbst, ob wir das realisieren, also im Verstand oder einfach instinktiv handeln, sei es hingestellt, ja. Aber wie werden gehandelt? Und darüber hatten wir letztes Mal ein bisschen gesprochen und wir hatten auch solche Themen angesprochen, wie der Tod. Was bedeutet denn der Tod? Wenn ich sterbe, was passiert? Wenn ich lebe, dann kann ich ewig leben oder kann ich dann weiterleben? Und was passiert dann mit dem Körper? Also, kann man dann ohne Körper leben? Also, solche Themen interessieren natürlich auch viele. Ich denke, wir könnten auch ein bisschen da vertiefen. Das ist ein sehr, sehr spannendes Thema, finde ich. Ja, und die Befreiung vom Engel des Todes. Es ist nicht so, dass Engel quasi, jemand klopft an meine Tür, und dann mache ich auf und sagt, oh, ich bin nicht da. Also der zeigt dir, okay, ich habe jetzt einen Schein, ich möchte dich holen, und du sagst, ich bin befreit, guck mal, interessiert mich nicht, was du willst. So ein Gespräch mit dem Engel des Todes. Natürlich darum geht es nicht. Ein Engel bei den Kabbalisten ist eine Kraft, eine Kraft, die quasi, es gibt eine gute Kraft, es gibt eine böse Kraft, ja. So gute Engel, böse Engel. Also gute Kraft bedeutet die Kraft des Gebens. Und die böse Kraft bedeutet die Kraft des Empfangens für sich selbst. Und die Befreiung vom Engel des Todes bedeutet, ich befreie mich von diesem Zwang für mich selbst zu empfangen. Ich befreie mich von diesem Körper, materiellen Körper. Weil der materielle Körper ist das Ergebnis dessen, was ich mir vorstelle, dass ich quasi in diesem Willen zu empfangen stecke. Das ist im Prinzip die Kausalkette. Wir werden heute darüber sprechen. Das ist die Fortsetzung der Kausalkette, wo ich mir vorstelle, ich live in einer Welt, wo ich für mich selbst empfange. And the ergebnis, quasi die Materialisierung in diesem materiellen Körper. And das Ziel eines jeder, nicht nur Kabbalisten, jedes Geschöpfers in dieser Welt ist davon, sich zu befreien. Und so werden wir der Schöpfer. So werden gebend wieder Schöpfer selbst. So werden wir Licht. Das heißt die Emanation des Schöpfers. And that is eigentlich die Substanz, über die wir sprechen. Die Befreiung des Engel des Todes. Vielleicht fragst du Ellie noch ein bisschen dazu.
SPEAKER_00Ja, da ist mir jetzt einiges eingefallen, Boris. Also unsere Realität ist eine eingebildete durch unsere fünf Sinne. Aber es gibt eine andere Realität und die wollen die Kabbalisten eigentlich erforschen oder erreichen. Dazu braucht man eben das Studium, um ein weiteres Sinnesorgan in sich aufzubauen, um diese Welt zu fühlen. Und weil du gesagt hast, es gibt dieses Verlangen zu empfangen, das sich dann, von dem man sich befreien möchte. Vielleicht zur Erklärung, das Verlangen zu empfangen ist, kann man irgendwie vergleichen mit, dass man alles aufsaugen möchte und das Verlangen zu geben oder die Absicht zu geben, ist, dass man eben ausströmen möchte, das, was man bekommen hat, an andere weiterreichen. Kannst du vielleicht zum Verlangen zu empfangen und zum Verlangen zu geben oder die Absicht zu geben, etwas sagen, damit unsere Zuhörer besser verstehen, wie man in diese nächste spirituelle Welt reinschauen kann?
SPEAKER_01Sehr, sehr schöne Frage. Wenn wir sagen, das Verlangen zu empfangen oder der Wille zu empfangen, dann meinen wir tatsächlich nur die Absicht, die Absicht, die darin besteht, sich selbst zu befühlen, sich selbst zu erfüllen. Genuss nur für sich selbst zu empfangen. Und darum geht es. Es ist eine, so wie du richtig beschrieben hast, eine aufsaugende Kraft, die im Prinzip alles schluckt, alles schlucken möchte, nur zu sich zu lieben. Der Kraft sind wir geboren, mit der Kraft leben wir, die Absicht für sich zu empfangen. Ein Loch, was alles in sich aufsaugen möchte. Kabbalisten nennen das mit Spirot, the grip of Spirot, zum Beispiel Malhut. The letzte, the zehn Spira. And when we spread the freiheit, we möchten uns von diesem Willen zu empfangen, für sich selbst zu befreien, also für sich selbst zu empfangen, befreien, then sprechen wir auch schließlich über the way. The willer to emphangen is so that there is. Es ändert sich tatsächlich nur die Absicht. The Absicht, wie verwende ich den Willen zu empfangen? Und es ist tatsächlich möglich, dass man mit einer neuen Absicht, die man im Studium der authentischen Weiße Decabala lernt, wie man mit dieser neuen Absicht die Verwendung von dem Willen zu empfangen ändert, from sich selbst, from this schwarzen, alles schluckenden Loch in Richtung Geben, in Richtung aus sich heraus, in Richtung Emanation, Emanieren, so wie der Schöpfer. Der Schöpfer is an absolute gabende Kraft. Absolut, also altruistiche Kraft, die nicht an sich selbst denkt. That's the eigenschaft des Lichts. Das Licht hat diese Eigenschaft des Gebens zu erlangen und dadurch quasi auf die Stufe des Schöpfers aufzusteigen. So zu werden wie der Schöpfer selbst. That is really a, sehr fine Unterschied. Also es geht ausschließlich über die Absicht. The Kabbalisten sprechen hier über die Kavanah. That is the Hebraische Brift der Absicht.
SPEAKER_00Ja, heißt das jetzt Horis? Also wenn man jetzt nicht viel noch von der Kabala weiss, okay, ich habe die Absicht, ich give alles her, ich verschenke mein Gehalt und mein Haus and my Kleider and bin dann ein Kabbalist oder Schöpfer ähnlich.
SPEAKER_01Schon wär's ist leider, leider nicht so. Ich möchte keinen hier enttäuschen oder keinem seine Illusion oder ihre Illusion rauben, wo ich sage, das ist kein Game. Aber die Kabbalisten sagen uns, um wirklich so gebend zu werden wie der Schöpfer altruistisch, der nicht an sich selbst denkt, dafür braucht man wirklich eine neue Qualität, eine neue Fähigkeit, eine neue Eigenschaft, die wir nicht haben. Das heißt, wenn ein Geschöpf in dieser Welt handelt, selbst wenn er spendet, wenn das Geschöpf über sich irgendwie um die anderen kümmert, vielleicht versorgt, irgendwelche Altersheime versorgt oder irgendwelche, ich weiß nicht was.
SPEAKER_00Ärzte, Pfleger, Lehrer, alle, die sich um andere kümmern.
SPEAKER_01Und die ganzen Leute, die um die anderen sich kümmern, es ist leider, beziehungsweise nicht leider, es ist die Tatsache. Die handeln deshalb, um sich selbst dadurch Genuss zu bereiten. Das heißt, die Geschöpfe bekommen dadurch Genuss. Das heißt, wenn ich handel um zu geben, genieße ich. Und das ist meine Motivation. Ich genieße davon, dass ich etwas Gutes der Natur tue, dass ich den anderen was Gutes tue. Und das ist meine Motivation. Hätte ich keinen Genuss darin verspürt, das ist die Frage, würde ich das tun, würde ich das nicht tun, dann sagen die Kabbalisten, nein, du würdest das nicht tun, wenn das dir wehtun würde, dich für jemanden um jemanden zu kümmern, würdest du natürlich noch nicht mal einen Finger davon krümmen. Nur weil du genießt, handelst du. Wenn man dich nicht genießen lässt, dann nimmt das Geschöpf die Waffe in die Hand und geht dich zu töten. Das ist wirklich so, ja. Wenn im Sozialismus gab es solche Beispiele. Die Leute waren bereit, die anderen zu töten, weil sie ihnen nicht gegeben haben, die Möglichkeit zu geben. Und das ist dann natürlich keine altruistische Eigenschaft, über die wir hier sprechen. Das heißt, eine altruistische Eigenschaft des Gebens, Kavanah, die Absicht des Gebens, bedeutet, dass ich gar nicht an mich selbst denke. Ich bin mit mir noch nicht mal verbunden in der Form. Ich bin quasi, ich bin außerhalb sich selbst, außerhalb von diesem Ich. Darum geht's.
SPEAKER_00Klingt sehr komplex, Boris. Bevor wir weitermachen, ich glaube, es ist noch auch wichtig zu erklären, was ist denn mit Licht oder Tora? Es kommt ja immer wieder in der Kabala vor, der Schöpfer, der die alles lenkende Kraft, die auch Licht heißt und Elohim viele, viele Namen hat. Auch Tora, kannst du ein bisschen hier die Begriffe ganz einfach erklären, damit wir nachher, wenn wir darüber sprechen, genau wissen, wovon wir reden?
SPEAKER_01Richtig. Torah, also auf Hebräisch bedeutet das Ora, eine Anweisung oder Or aus dem Wort Or, Licht. Also, das ist eigentlich auch Kraft. Das ist die Kraft, die in der Lage ist, die Absicht zu verändern. Der Schöpfer sagt, ich habe den bösen Trieb erschaffen. Jetzt erara, das ist der böse Trieb. Und ich erschuf die Tora als Gewürz zur Korrektur. Das heißt, die Tora ist eigentlich ein Instrument oder Anweisung oder Licht, wie man die Absicht für sich zu empfangen, das heißt, den bösen Trieb, verändert. Und es ist nicht ein Buch, das wir kennen vielleicht, Altes Testament, wie die Christen das nennen, oder die Torah, wie die Juden das nennen. Es ist wirklich Licht, reines Licht. Das ist die Torah. Wenn wir in den kabbalistischen Büchern solche Dinge lesen, wir müssen uns wirklich im Klaren sein. Es handelt sich gar nicht um irgendwelche Schriften oder um irgendwelche Buchstaben. Wenn die Kabbalisten sagen, das Volk Israel hat die Torah empfangen, bedeutet es, dass die Seele, die Seele Israels empfängt Licht. Licht des Schöpfers. Und Licht ist wirklich diese altruistische Eigenschaft des Gebens. Und die Eigenschaft der Schöpfers selbst. Und wir haben auch gesagt, dass wenn man die Tora empfängt, beziehungsweise Licht in die Seele, in den Punkt im Herzen empfängt, hier spreche ich wieder mit verschiedenen Begriffen, die wir vielleicht noch nicht ganz erklärt haben, aber wenn man das Licht empfängt, dann befreit man sich von dieser Eigenschaft des Empfangens für sich selbst. Ja, dann kommt man in einen neuen Zustand. Den Zustand nennen dann die Kabbalisten Prinzip die Befreiung oder die Freiheit vom Engel des Todes.
SPEAKER_00Somit sind wir wieder beim Thema. Wir haben schon zwei Fragen, Boris.
SPEAKER_01Okay.
SPEAKER_00Die Sarah Betty fragt, also zweimal, aber wenn man das genießt, hat das nicht was mit dem Ego zu tun? Und jetzt ist die Frage, welchen Genuss sie meint, das weiß ich leider nicht, den man hat, nachdem man die Eigenschaft des, also die Absicht zu geben, erreicht hat oder vorher. Also wie hat das Genießen mit dem Ego zu tun?
SPEAKER_01Schöne Frage, Sarah. Tatsächlich, der Genuss hängt mit der Absicht zusammen. Wenn meine Absicht ist, mir selbst Genuss zu bereiten, dann ist diese Absicht egoistisch. Mit der Absicht sind wir geboren, mit der Absicht leben wir. Möglicherweise mit der Absicht werden wir auch sterben, wenn wir keine authentische Weisheit der Kabbalah lernen werden. Wenn wir sagen, wovon genießt denn ein Kabbalist? Er genießt komplett eine andere Absicht, Genuss zu geben. Er hat nicht die Absicht genuss, sich selbst zu geben, sondern er hat die Absicht genuss, dem anderen zu geben. Wem dem anderen? Dem Schöpfer. Der Schöpfer ist die Kraft, die es ebenfalls gibt. Und wenn ich als Empfänger, als Geschöpf diese Absicht des Gebens erlange, dann werde ich so wie er. Dann werde ich im Prinzip mit ihm ähnlich. Und dann kommen wir in einen Zustand der Anhaftung, genannt Vekut. Wir geben sehr, sehr oft so ein Beispiel. Also ich komme zu meiner Mutter und meine Mutter hat mir das Essen vorbereitet. Ich komme aber von einem Restaurant, ich bin bereits gesättigt, ich war von einer großen Party und ich möchte gar nicht essen. Aber ich sehe, mit welcher Liebe die Mutter mir diesen Tisch gedeckt hat. Und ich kann jetzt nicht sagen, Mutter, ich habe gar keinen Hunger, ich möchte gar nicht essen. Also wie kann ich denn sagen? Ich fühle die Liebe, mit der die Mutter diesen Tisch gedeckt hat. Und die sagt mir, mein Söhnchen, ich habe alles für dich gemacht. Die ganzen Speisen, alles habe ich für dich nur vorbereitet. Drei Tage lang, da habe ich vier gezeigt, drei Tage lang habe ich so viel eingekauft. Und zwei Tage habe ich gekocht. Und gestern habe ich das alles nochmal, die ganzen Gewürze gemacht. Bitte esse. Und ich bin aber satt, was doe ich dann? Ich beginne, die Speise zu essen, and mit der einzigen Absicht, der Mutter Genuss zu geben. Das heißt, meine Absicht ist nicht, sich selbst zu fühlen, mein Bauch zu fühlen, sondern ich esse aus der einzigartigen Absicht. Oder aus einer Absicht, den Genuss der Mutter zu geben. Und damit verschmelze ich mich mit der Mutter, mit meiner Absicht zu geben und mit ihrem Willen zu geben, mir gegenüber. Das heißt, wir werden zu einem. Und so ist das auch mit dem Schöpfer. Ich gebe ihm, er gibt mir und wir werden zusammen eins.
SPEAKER_00Und diese Absicht wird ja auch durch das Licht irgendwie verändert. Also heißt es jetzt, wenn ich, sagen wir mal, ich studiere jetzt nicht Kabala, aber wenn ich eine Handlung mache, soll ich mir dann immer überlegen, für wen ich die tue und versuche Sie für den Schöpfer oder dem Licht zuliebe zu tun? Oder soll ich versuchen, meine Absicht eben in diese Richtung zu lenken? Oder wie bereite ich mich auf das vor? Weil ich kann sie ja selber nicht ändern. Ich kann ja nur so spielen und so tun, als hätte ich eine andere. Ich bin ja so als Egoist. Wie funktioniert das? Wie ändert sich das, diese Absicht? Was muss man denn da tun, damit sich die ändert?
SPEAKER_01Ja, du hast schon vieles verraten eigentlich. Und zwar viel von der Methode ein bisschen verraten, ja. Aber um wirklich so umgebend zu werden wie der Schöpfer, zuerst muss man sich auf unseren Kurs eintragen. Diesen Kurs geben wir. Wir erklären dort wirklich, wie man zu dieser Eigenschaft des Gebens kommt. Und wie du schon so angedeutet hast, ist man selbst nicht in der Lage zu geben. Ich kann versuchen zu geben, aber ich werde sehen, ich tue das, weil ich egoistisch erfüllt werden möchte. Und egal in welcher Handlung ich das tue, werde ich merken, mein Programm, mein inneres Programm denkt nur, wie kann ich für mich selbst empfangen. Wenn ich das nicht berechnen kann, wenn ich diesen Geschmack, diesen Genuss nicht fühle, der mir anleuchtet quasi, dieser Genuss leuchtet mich an. Ich stelle mir immer vor, bevor ich etwas tue, normalerweise, bewusst oder unbewusst, stelle ich mir vor, welchen Genuss würde ich davon bekommen. Und wenn dieser Genuss mir wirklich anleuchtet, dass ich für mich selbst bekommen kann, dann tue ich diese Sache. Wenn ich den Genuss nicht fühle, nicht spüre, würde ich die Sache gar nicht vollbringen. Wenn ich dir erzähle jetzt, Elli, lasst uns jetzt in ein Altersheim gehen, lass uns dort die Alten pflegen, lass uns dort wirklich die ganzen Zimmer aufräumen. Lass uns wirklich um die Leute kümmern. Wenn es dich nicht anleuchtet, wenn du den Genuss dir davon gar nicht vorstellen kannst, würdest du das gar nicht machen. Und das ist eigentlich unser Prinzip. Das heißt, wenn wir für etwas, eine Handlung des Gebens vollbringen möchten, müssen wir quasi anderes Programm im Inneren quasi bekommen. Wir müssen anders denken. Wir müssen nicht an uns selbst denken. An wen? An den Schöpfer. Und das ist genau die richtige Vorgehensweise. Der Schöpfer ist quasi unser Helfer, unser Instrument, um die altruistische Absicht zu bekommen. Und da handelt es tatsächlich um das Licht. Das Licht, was man empfängt im Studium der Kabbalah. Selbst beim Zuschauen von diesem Video, wenn man sich wirklich da ein bisschen an die ganzen Worte exakt sich raushört und wirklich im Kopf macht es, aha, Klick, es ist bereits die Wirkung vom Licht. Dann ist man schon auf dem richtigen Weg und irgendwann mal macht das Klick und dann kommt man wirklich zu einer neuen Qualität. Befreiung vom Engel des Todes. Und dann sagt man Tschüss, ich bin nicht da.
SPEAKER_00Sarah Betty hat noch eine Frage. Die passt jetzt ganz super. Und dieses Ego, kann man das auch den Engel des Todes nennen? Ist das Ego der Engel des Todes?
SPEAKER_01Richtig. Das ist eigentlich, was uns tot macht. Wenn die Kabbalisten, das ist eine sehr, sehr, sehr schöne, schöne Frage, der Engel des Todes, wir sind mit ihm eigentlich schon per du, ja, wenn man so schön sagen kann, er ist immer in uns. Und der macht uns wirklich tot. So wie die Kabbalisten auch sagen, habe ich letztes Mal schon die Zitate gesagt, dass die Sünder in dieser Welt werden wie Tote angesehen. Das heißt, das Ego, dieses schwarze Loch, was immer in sich aufsaucht, macht die Geschöpfe wirklich tot. Und die Befreiung von diesem Engel des Todes ist wirklich die Befreiung von dieser Absicht, von dieser Absicht für sich selbst zu empfangen. Das ist wirklich so. Und wir können auch nicht sterben sozusagen. Wir können nur geboren werden. Uns steht nur die Geburt bevor, weil wir schon in dem Willen zu empfangen, wir, meine ich, die Geschöpfe, die noch nicht korrigiert sind, die Geschöpfe noch nicht mit dem Studium der Kabbalah angefangen haben, diese Geschöpfe sind tot. Die sind in dieser Welt quasi mit dem Engel des Todesverbrudert, verbrüdert, wie kann man vielleicht sagen, oder verschestert, je nachdem. Und die Befreiung von ihm geht es wirklich darum, dass man eine neue Qualität, einen neuen Willen zu geben bekommt. Das heißt, Wille zu empfangen mit der Absicht des Gebens. Immer merken. Und das ist ein neuer Körper. Der neue Körper aus einer neuen altruistischen Eigenschaft. Soweit, dass man, wir werden heute, glaube ich, lesen, ich hoffe mal, dass wir noch schaffen zu lesen, von diesem Ich, was sich mit dem Körper identifiziert, zu einer neuen Identifikation kommen würde, zu der Identifikation mit dem Lichtkörper, mit dem Körper, das wirklich dem neuen Körper, der daraus wachsen wird. Und so weit, dass man, wenn man diesen materiellen Körper verlässt, that's in the sight, when the sight comes, that man just not. It is so wie Rabash, the Lehrer, unser Lehrer, has said the toad, or the Auswechsel, is the principles where you ask, where dubd, dein altered, abmachst, der is schmutzig, then schmecks, and you have just quasi einen neuen Körper, neue Identifikation. And davon kann ich wirklich sehr viele Geschichten sogar erzählen. Ich kenne sogar einige Kabbalisten, die wirklich auch sehr interessante, über sie sehr interessante Geschichten erzählt wurden. Zum Beispiel Rabi Nachmann. Es gab so ein chassidiger Kabbalist in der alten Ukraine im 17. oder 18. Jahrhundert. And als er starb, waren alle einfach außer sich, waren alle verwundert, wie der gestorben ist. Der wusste den Tag, der wusste, wie er stirbt, er wusste, wann er stirbt. Er hat sich einfach hingelegt und sagte, okay, ich bin jetzt nicht mehr da, hat Augen zugemacht, and dann war er weg. Und alle standen da so. Das ist übrigens der Gründer der Breslau-Hassiden. Es gab früher sehr viele Kabbalisten, viele Menschen, die mit dem im Prinzip wirklich mit der authentischen Weisheit der Kabbalah beschäftigt haben. Von der kommen auch die modernen eigentlich chassidischen Richtungen, die eigentlich mit der Kabbalah nicht mehr zu tun haben. Aber damals, in der Zeit der Gründung, da waren nur Kabbalisten, so angefangen mit dem Balchem Tow, mit Rabbi El Melech, Rabbi Nachmann, Rabbi Schneo-Salman, der Gründer von Chabad und so weiter. Es waren sehr, sehr große Kabbalisten in sich. Und es gibt sehr viele Geschichten, wie sie eigentlich diesen Wechsel, also den Wechsel von einem Zustand zum anderen, sprich den Tod quasi durchgegangen sind. Es ist sogar so, dass man, ja, es steht auch in den authentischen Schriften geschrieben, dass man diesen auswechselnden Zustand noch nicht mal erleben muss. Es gab ja früher in der, also entsprechend der Überlieferung, zwei Menschen, die einfach genau so wie sie sind, so steht es geschrieben, quasi in den neuen Zustand gebracht wurden. Das ist der Noah und der Eliyahu, zwei Propheten, zwei sehr, sehr große Seelen, sehr kabbalistische Seelen, die sehr so einen hohen Zustand der Reinigung, der Anhaftung an den Schöpfer erlangt haben, dass sie im Prinzip diesen Wechsel, den Zustand from toe to leave, eigentlich gar nicht so erlebt haben wie all the way. The Schöpfer holds so in the Himmel. So, this is primitive. But the essence of so we can genug Licht bekommt, genug gearbeitet hat, mit der Absicht des Games zu erhalten, dass man wirklich diesen Austausch des Körpers ganz easy mitmacht.
SPEAKER_00Ist hochinteressant, Boris. Vielen Dank für diese Ausführungen. Eine Frage zum Ego eigentlich, weil diese großen Kabbalisten, sie hatten ja auch ein Ego und haben wahrscheinlich ihr Leben bestreiten müssen irgendwie. Die Frage ist, wozu braucht man denn das Ego im Studium? Also es scheint ja so, als wäre das unser Feind, den man am besten vernichten würde, den man am besten beruhigen oder mittels Askese in die Ecke stellen möchte. Aber es ist ja immer da, dieses Ego. Also wie, wozu braucht man denn das eigentlich? Ist das notwendig zum Studieren oder ist es nur dazu da, damit man es entfernt?
SPEAKER_01Es ist notwendig dazu, da um zu wachsen. Es ist wirklich. Also die Kabbalisten sagen, wenn du das Ego nimmst und zwei Teile trennst, ja, kaputt machst, dann werden anstatt einem Ego zwei Egos werden, ja, und dann musst du zwei Egos korrigieren. Das heißt, das Ego ist kein Feind. Davon muss man sich trennen, ja, von dieser Vorstellung, das Ego oder die Absicht für sich selbst zu empfangen, ist ein Instrument, mit dem man arbeiten kann. Oder muss sogar. Es ist, man muss sich anstrengen, um sich von dem Ego zu befreien. Und diese Anstrengung, das ist genau das, was dich voranbringt. Und in den Kabbalisten, in den Schriften steht es geschrieben, warum wurde diese Welt erschaffen? Warum muss man sich wirklich anstrengen davon? Und die Antwort lautet, um sich zu befreien von der Scham. Von der Scham, es gibt so einen Begriff Brot der Schande. Im Prinzip geht es darum, wenn man ohne des Körpers dem Schöpfer gegenübersteht, dann fühlt man dieser unendliche Scham, unendlichen Gegensatz, dass man ihm so entgegengesetzt ist, er ist gebend, er ist absolute Kraft der Liebe, absolute Emanation des Gebens. Und das Geschöpf, was dem Schöpfer gegenübersteht, er fühlt sich so dermaßen, also quasi so wird mit der Scham verhüllt, also mit der Scham erfüllt, dass das Geschöpf sich wirklich verbergen muss. Das ist das Feuer, was die Kabbalisten auch sagen, das ist die Höhle, das Feuer in der Höhle, das ist die Scham, die einen verbrennt, weil er fühlt sich entgegengesetzt dem Schöpfer. Ich sage das, hatte ich auch schon früher mal gesagt, wenn wir uns auf einmal plötzlich vom Körper befreien würden, ohne Korrektur, würden wir vor Scham wirklich verbrennen. Wir würden vor Scham verbrennen, weil wir dem Schöpf entgegengesetzt sind. Er ist liebend und gebend und ich bin ein Geschöpf, was nur für sich selbst, nur an sich selbst denkt. Deshalb wurde uns dieser Körper gegeben, damit wir durch die Anstrengung, und wie Bal Sulam schreibt, 70 Jahre die Beschäftigung mit der Torah, also mit dem Licht, mit den Geboten, das heißt mit der Handlung des Gebens, wo ich dann durch die Anstrengung, die ich unternommen habe, ein Gefühl bekomme, dass es mir jetzt nun zusteht. Das ist eine sehr, sehr tiefe Einsicht, Dali. Also ich habe, ich werde gefühlt oder ich brauche das Gefühl, dass ich das mir verdient habe. Durch die Anstrengung, die ich unternommen habe, wo ich so viel und so viel versucht habe, dich from ego zu befreien, irgendwann komme ich zum Gefühl, ich habe es verdient. Wann wenn nicht, wann, wenn nicht jetzt, wenn ich diese Offenbarung des Schöpfers bekomme und dann habe ich keine Scham mehr. Genau dann, wenn ich das Gefühl habe, ich habe mich von dem Ego befreit, verdient, ja, und ich habe mich wirklich angestrengt. Deshalb steht das auch in den Schriften geschrieben, hat sich angestrengt, glaube ihm, hat sich nicht angestrengt, glaube ihm nicht. Nur diejenige, der sich anstrengt, bekommt am Ende diese Befreiung, das Gefühl, dass es ihm zusteht. Und dann kommt man zum Geschenk mit Angesicht zu Angesicht, mit offenem Gesicht, weil man dann nicht mehr ihm ins Gesicht schämt zu schauen. That is either the beginning Brother Schande.
SPEAKER_00Das könnte man eigentlich vergleichen with Schularbeit. Also wenn ich become eine Eins oder A oder eine sehr gute Note, then habe ich ja doch irgendwie ein schlechtes Gewissen. Ich habe sie nicht wirklich verdient. But when I so viel gelernt habe, kann ich mit dieser Note anders umgehen. Könnte man vielleicht so vergleichen. Also es braucht schon eine gewisse Zeit, bis man sich dem Licht ein bisschen annähern kann, oder? So von heute auf morgen geht es nicht.
SPEAKER_01Gutes Beispiel. Ich muss sagen, ich habe in der Schule sehr, sehr, mir ging es alles sehr leicht, ja. Und ich habe mich wirklich wenig angestrengt und meine Mutter hat sich immer gewundert. Also ich kam von der Schule, habe nichts gemacht, am nächsten Tag gab es immer wieder Einsen, ja. Und ich habe mich wirklich auch so fast geschämt, ja, dass ich das unverdient eigentlich diese Einzelnen bekam. Und wenn du dann zu Hause aber sitzt und wirklich fleißig bist, zwei Stunden täglich oder fünf Stunden, ich weiß nicht wie viel, dann kommst du und dann bekommst du die Eins, ja, und dann denkst du, ich habe mir jetzt verdient. Da steht mir jetzt zu. Genau darum geht das. Durch die Anstrengung bekommen wir quasi diese spirituellen Muskeln, bekommen wir die Kraft. Das ist eigentlich das spirituelle Fleisch. Ohne Anstrengung sind wir nicht fest. Die Anstrengung gibt uns die Festigkeit des spirituellen Körpers. Und die Anstrengung und die Arbeit mit dem Licht erschafft die 613 Organe der Seele, er schafft wirklich einen neuen Zustand. Und nur die Anstrengung und die Arbeit mit dem Licht, ansonsten funktioniert das gar nicht. Also, kurz gesagt, nochmal, also was Sarah had we this ego? Ja, wir brauchen das Ego. Wir brauchen etwas, mit was weiten müssen. Das ist unser Baumaterial, unser Stoff, aus dem Absicht dann später gebaut wird.
SPEAKER_00Gut, Boris, also wir sind ja schon fortgeschritten, wir haben noch gar nichts gelesen. Wollen wir jetzt noch einen Absatz beginnen oder ja, bringt uns vielleicht auf neue Ideen?
SPEAKER_01Ich denke, wir können jetzt ein bisschen kurz den Anstoß geben. Also wir wollen heute mit dem Gesetz der Kausalität erstmal beginnen und dann vielleicht lesen wir kurz vor, geben die Einführung und nächstes Mal können wir detaillierter besprechen. Also das Gesetz der Kausalität. Das heißt, alles hat einen Grund. Und was schreibt Jabal Sulam? Für die Besprechung einer so wichtigen Sache muss man sich Zeit nehmen. Wie existieren wir in der Welt im Sinne der Persönlichkeit des Ich, dass jeder von uns sich als einzigartiges Wesen betrachtet, das aufgrund seiner eigenen Entscheidung handelt, unabhängig von äußeren fremden und unbekannten Kräften. Wodurch enthüllen wir die Persönlichkeit des Ich? Es ist eine Tatsache, dass ein umfassendes Band all die einzelnen Teile der Realität miteinander verbindet and durch Ursache und Wirkung am Gesetz der Kausalität festhält. Wie in der Gesamtheit Makro, so auch in jedem einzelnen Teilchen Mikro, alles geschaffene, jedes Geschöpf auf der Welt von allen vier Erscheinungsformen, der bewegungslosen Natur, den Pflanzen, dem belebten tierischen und dem sprechenden menschlichen Aale unterliegen durch Ursache und Wirkung dem Gesetz der Kausalität. Selbst jedes Detail, einer bestimmten Verhandlungsweise, Verhaltensweise, an der eine Kreatur eine Weile festhält, wird durch frühere Ursachen hervorgerufen. Gezungenmaßen übernimmt die Kreatur spezifische Änderungen der Verhaltensmuster und keine anderen. Und dies ist für jeden offensichtlich, der die Natur aus rein wissenschaftlicher Sicht und ohne jegliche Voreingenommenheit erforscht. Deshalb müssen wir dieses Thema analysieren, um es von allen Seiten und Punkten zu betrachten. Der Absatz ist nicht einfach. Ja, vielleicht stellst du Ellie Frage dazu.
SPEAKER_00Ja, kannst du mal ausblenden. Also ich denke mal, das Gesetz der Kausalität, Makro und Mikro, ist ja eigentlich offensichtlich. Wenn man sich zum Beispiel die Struktur eines Baumes ansieht und dann im Mikroskop zum Beispiel irgendein Gewebe, dann sieht man da Ähnlichkeiten. Das heißt, man kann das ja überprüfen, es hängt tatsächlich alles zusammen, vielleicht sogar auch wie auf der großen politischen Bühne des Weltgeschehens, was sich da abspielt, spielt sich vielleicht auch in einem selbst ab. Kannst du zu dem Gesetz der Kausalität uns vielleicht ein bisschen erklären, welches Band oder wodurch werden denn diese Dinge gehandelt und zusammenverbunden? Was ist denn dieses Band, das hier sozusagen Zukunft mit Vergangenheit verbindet und Menschen miteinander anderes die ganze Schöpfung miteinander?
SPEAKER_01Sehr, sehr schwierige Frage. Was ist dieses Band, was die einzelnen Teile of der Realität miteinander verbindet? The Kabbalisten sagen, we all have a Wurzel. Diese Wurzel, aus der weiteren oder stammen, and to the Wurzeln müssen wir wieder zurückkehren. Black Welter: Adam Kadmon, Acelud, Preya, Jezera und Asija, also fünf Welten, bis wir in diese Welt angelangt sind. Und wir müssen nun nach bestimmter Zeit der Korrektur, die wir innerhalb von 6000 Jahren durchlaufen, müssen wir wieder zurück zu der Wurzel finden, wieder durch die fünf Welten, also andersrum, dann das Siyja, dann die Zerab, Reya, Acelot und Adam Gadmon. Und diese Verbindung, Kausalität von Ursache und Wirkung nennen dann die Kabbalisten quasi Baum Ezaim, also Lebensbaum. Und diesen Lebensbaum, wenn die Kabbalisten das beschreiben, dann beschreiben sie genau den Abstieg vom Licht von der Welt in Zoff bis in dieser Welt und dann den Aufstieg der Seele über 125 Stufen oder je nachdem, wie man erzählt, fünf Welten, fünf Parsophim, fünf Serot, wie man wieder zurück in die Anhaftung mit dem Schöpfer zurückkehrt. Das gesetzte Kausalität beschreibt, das alles hat einen Grund, hat eine Wurzel und eine Ursache. Und diese Ursache ist eigentlich der Schöpfer. Und das ist eigentlich die erste Quelle, von der wir alle entstehen, bis wir dann die ganzen Zweige von der einzelnen Quelle sich quasi aufteilen in die zwei Qualitäten, die Qualität des Empfangens und die Qualität des Gebens. Die Qualität des Empfangens wird zum Verlangen zu empfangen. Das heißt, Razon Le Cabelle, und die Qualität des Gebens wird zum Licht. Das heißt, aus dem Schöpfer kommen dann zwei Kräfte hervor, bis sie sich dann in dieser Welt materialisieren. Und die Kabbalisten beschreiben, also der Wille zu empfangen in dieser Welt ist der materielle Körper und der Wille zu geben, ist das Leben in ihm. Aber es geht nicht um tierisches Leben, es geht wirklich um das Leben eines Menschen, Adam, der ähnlich ist wie der Schöpfer. Und der Zustand zurück zu der Quelle ist eigentlich der Aufstieg, den wir erlernen müssen. Wie macht man dann diesen Aufstieg? Das ist eigentlich die Essenz oder das Studium der authentischen Weisheit der Kabbalah.
SPEAKER_00Ja, und zu dem laden wir euch sehr herzlich ein. Ihr seht unten im Chat auch den Link zur Freiheit eingeblendet, da kommt man direkt auf die Kabbalah Akademie. Das heißt, das Ziel jedes Menschen oder jedes Lebens ist eigentlich zur Wurzel, zur tatsächlichen spirituellen Wurzel zurückzukehren. Back to the roots, aber spirituell. Und wenn man das macht, dann braucht man gewisse Zeit, man braucht Bücher, man braucht einen Kurs, man braucht einen Lehrer, man braucht diese Schriften, die wir jetzt versuchen zu ergründen. Ja, und Boris, ich denke, wir sind schon wieder am Ende. Wir machen das nächste Mal weiter mit dem Gesetz der Kausalität und schauen uns mal einen der Faktoren an, die Bala Sulam meinte, dass sie den Menschen beeinflussen und seinen Lebensweg vorgeben und wie man sich daraus befreien kann, um nicht mal eine Marionette zu sein. Gut, herzlichen Dank fürs Zusehen.
SPEAKER_01Richtig, ja, vielen, vielen Dank. Wir haben uns gefreut und wir setzen nächstes Mal weiter fort mit euren zahlreichen Fragen. Vielen Dank für die Fragen und wir hoffen, es bringt was. Und wir sehen uns dann nächstes Mal wieder.
SPEAKER_00Genau. Auf Wiedersehen. Schönes Wochenende.