Kabbala Akademie Podcast
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"Ich liebe dich!" Was steckt dahinter? - Antworten aus der Kabbala
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Was versteht die Kabbala unter Liebe? Aus der Sendereihe "Fragen und Antworten rund um die Kabbala mit Eli und Boris" - zum Youtube-Video: https://youtu.be/LrcrcDjmlB4
Inhalt:
- Punkt im Herz steht für die Sinnfrage des Menschen
- Welchen Vorteil hat man, wenn man „aktiv“ nach dem Sinn des Lebens suchen: Weg des Lichts vs. Weg des Leidens
- Was ist ein Gebot in der Kabbala? Was bedeutet Nächstenliebe in der Kabbala?
- Liebe ich mich selbst wirklich so sehr, dass es ein Gebot gibt, andere genauso zu lieben?
- Wer oder was ist eigentlich mein „Ich“?
- Gibt es Liebe ohne Leid?
- Der Panzer der Selbstliebe gleicht einem Buchhalter – wie entkommt man dem Programm des Egos, das uns Leid verursacht?
- Die Rolle des Beobachters
- Die Göttlichkeit (Shechina) ist anwesend, wenn sich zwei Gegensätze „verbinden“ wollen
- Tipps für Partner, die nicht Kabbala Studieren – der Partner als „göttliches“ Geschenk, um sich zu entwickeln
- Wie durchbricht man den Panzer der Selbstliebe?
- Die Sefira Bina – die Eigenschaft des Gebens/ der Mutter
- Wie enthüllt man die Liebe jeden Tag aufs Neue?
- Die Übung macht den Meister
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Herzlich willkommen, liebe Zuseherinnen und Zuhörerinnen, zu unserer heutigen Sendung Wahre Liebe ein Mythos. Die Filme, die Lieder, die Kunst, die Romane sind voll von Liebe. Man möchte meinen, wenn es so viel Liebe in der Welt gibt, dann würde man das auch spüren. Und deswegen wollen wir jetzt dieses Thema heute mit euch genauer erörtern. Gut, Boris, machst du wieder eine kleine Zusammenfassung vom letzten Mal? Ich glaube, heute wird es auch ganz spannend, weil ein bisschen der Punkt im Herzen ein bisschen besser besprochen wird. Bitte, Boris.
SPEAKER_01Ja, hallo zusammen. Vielen Dank, Elli. Natürlich, also zuerst zur Einführung. Also wir bekommen sehr viele Fragen. Die Menschen freuen sich natürlich, uns gefunden zu haben und sagen, ja, irgendwas zieht mich immer wieder zu euch und was ist das? Und hier sprechen wir über das Konzept Punkt im Herzen. Das ist eins der ersten Dinge, die man zu Beginn des Studiums, der authentischen Weisheit der Kabbalah, eigentlich lernt. Und uns wird gesagt, dass diejenigen, die zum Studium der Kabbalah kommen, insbesondere diejenigen, die trotz verschiedener Schwierigkeiten, Hindernisse dabei bleiben, das sind die Menschen, die mit einem ziemlich starken Punkt im Herzen sind. Diejenigen, so sagen auch die Kabbalisten, dass sie auch mit hoher Wahrscheinlichkeit auch erfolgreich sein werden anders auf eine spirituelle Stufe aufsteigen. Ein starker Punkt im Herzen ist eine Voraussetzung, um sich gut entwickeln zu können. Und natürlich stellt sich die Frage, was ist das? Was ist der Punkt im Herzen? Und der Baal Sulam, der größte Kabbalist des 20. Jahrhunderts, der sehr, sehr viele Kommentare zum Buch Zor geschrieben hat, hat gesagt, dass der Punkt im Herzen eigentlich eine Frage ist. Es ist eine Frage, und er beschreibt das auch so in der Einführung zum Studium von Zehnspirot. Er sagt, dass der Punkt im Herzen, es ist eine enttrüstete Frage des Menschen nach dem Sinn, nach dem Sinn des Lebens. Und Balsolam fragt auch da in der Einführung zum Studium in die Zehns Firott, er sagt, was ist der Sinn denn davon, dass ich so viele Schmerzen im Leben habe, dass ich so viele Qualen erleide? Und wer freut sich denn darüber? Was ist das für ein Leben? Und heutzutage stellen viele Menschen eigentlich so eine Frage, ja, bei so einer Weltsituation, die wir heute erleben. Aber allerdings sehr, sehr wenige suchen tatsächlich nach einer Antwort. Viele sind verzweifelt, aber sie flüchten in irgendwelchen Scheinwelten. Das ist, wie wir, ich lese ab und zu mal wieder, Facebook gründet irgendwelche Metaversen, irgendwelche neue Erfindungen, wo die Menschen hinflüchten können von dieser Wirklichkeit. Das ist eigentlich natürlich ein guter Fluchtweg. Allerdings wird ein echter, nach dem Sinn suchender Mensch wird davon gar nicht befriedigt. Und bei den Studenten der authentischen Weisheit der Kabbalah gibt es Leute aus allen möglichen Richtungen, aus vielen Glaubensrichtungen, also aus dem Judentum, aus Christentum, aus Islam und verschiedene Altersgruppen, National. All have these punch im Herzen. Weil sie fragen: Was ist der Sinn? Wie beginnen this Leben? Wie verläuft dieses Leben? Wie endet this Leben? Here sind alle gleich. Der Punkt im Herzen lebt in jedem, unabhängig von der Ausrichtung, in der sie leben. Und es gibt auch gute Gründe dafür, dass die Menschen mit dem Punkt im Herzen sich gut verbinden können. Weil sie entdecken, dass der Sinn des Lebens sich nur dann finden lässt, wenn man sich vereinen kann, wenn man vom Herzen zum Herzen zum Nächsten eigentlich diese Verbindung aufbaut. Nicht, dass man sich abschottet, sondern dass man auf den Nächsten zugeht, dass man so eine Eigenschaft entwickelt, die wir heute besprechen werden, die Liebe. Und die Menschen mit dem Punkt im Herzen sind besonders geeignet, um diese Eigenschaft, ja, wie sagen wir dazu, der bedingungslosen Liebe zu entwickeln. Und wir werden noch darüber sprechen, was das ist. Auf jeden Fall, diese Menschen, die sich mit der authentischen Weisheit der Kabbalah beschäftigen, die sind leichter, also die sind leichter dazu, also sie kommen dazu leichter, um zu der Qualität der Liebe, zu der Eigenschaft des Gebens zu kommen. Und somit erfahren sie nach der Offenbarung, was tatsächlich the wahre Libra is, so become they are tatsu the Einsichten in the sin of the lives. They offenbar new things, they say this what they forget not seen. They eran what they sterp so. Klingt vielleicht ein bisschen mystisch an, ist aber nicht so. Ich erkläre sehr gerne Vergleiche mit dem Smartphone, wo wirklich eine Art Mystik dahinter steckt, was das Smartphone so kann. Aber für denjenigen, der dahinter die ganze Technologie entwickelt, der für den ist alles nur Bits und Bytes. Genauso für die Kabbalisten. Sie sehen mehr, sie sehen tiefer. Derjenige, der das nicht erkennt, der denkt, das ist eine Mystik. Auf jeden Fall, die Menschen erfahren, was tatsächlich außerhalb des Körpers geschieht. Welche Realität dort gibt es? Die Kabbalisten sprechen über die vier Welten, nachdem die dann bis zur vollkommenen Aufstufe auf der Korrektur aufsteigen. The höchste Stufe der Offenbarung, der Schöpfers. And not when the manch in this lived. That is either the faszinierendste daran. Man enthält quasi etwas that is. And the mensch that then this offenbarung becomes is not with geben beschäftigt. We sprechen nicht über irgendeine irdische Qualität. Also ich gebe jemanden irgendwas, darum geht das nicht, sondern geben ist die Qualität des Schöpfers. Und man gibt quasi altruistisch an die Geschöpfer und dann versetzt man sich in die Qualität der Schöpfer selbst. Man wird so wie der Schöpfer. Das ist auch eine neue Qualität, die der Mensch dann eigentlich in sich enthüllt. Und der jemand, der gibt, derjenige ist nie traurig, er ist immer im Grunde genommen, er ist immer in der Erfüllung, er ist immer hoffnungsvoll, er ist immer entmutigt und er ist begeistert vom Leben, weil er sehr, sehr hohen Sinn im Leben sieht. Den Sinn des Gebens an die anderen, den Sinn des Gebens an den Schöpfer. Und eigentlich hat jeder, jeder Mensch hat so einen Punkt im Herzen. Das Problem ist, dass dieser Punkt im Herzen eigentlich ziemlich verborgen in ihm ist. Er kam so ein bisschen von der Kindheit in der Kindheit an, der kam hoch. Die Kinder fragen: Ja, Papa, was ist der Sinn des Lebens? Mama, was ist der Sinn des Lebens? Ja, was passiert mit den Menschen, wenn sie sterben? Und das ist eigentlich die echten Fragen, die tatsächlich die Punkt im Herzen beschäftigen. Aber mit der Zeit, du weißt ja Ellie schon, man vergisst über die Fragen, man bekommt sowieso keine gute, keine richtige Antwort. Die Eltern natürlich können auch nicht viel dazu sagen, wenn sie nicht die Kabbalisten sind. Deshalb, dieser Punkt im Herzen schlummert in einem und man muss diesen Punkt erwecken. Der Punkt wirklich, wenn der Punkt erwacht, dann beginnt er tatsächlich ein neues Leben zu spüren. Er beginnt nach dem Licht zu sehen. Weil der Punkt im Herzen, es ist ein Regiment, es ist eine Erinnerung, die in uns schlummert an den zukünftigen Zustand. Auch fantastische. Wie kann man sich an etwas erinnern, was in der Zukunft stattfindet? It's not in the Kabbalah, and this lernen wir auch in unserem Kursen, wie man so ein Punkt in Herzen entwickelt. And I hope that you are all interesse, falls you are not in unserem. Also, at the end, also blend we actually unser E-Mail-Adresse.
SPEAKER_00Ja, Boris, sag mir, es werden dann nicht alle Menschen, die Kabbalah studieren in the next year or überhaupt in the verbleibenden Zeit. Was ist denn mit denen, die den Punkt im Herzen, aus irgendwelchen Gründen sich diese Fragen nicht so stellen oder Angst davor haben, sich diese Fragen zu stellen? Haben die einen Nachteil gegenüber den anderen, die Kabbalah studieren?
SPEAKER_01Naja, so gesehen vielleicht, ja. Die Nachteile gibt es natürlich. Also die Menschen, die aktiv nach dem Sinn des Lebens suchen, die sind im Vorteil tatsächlich, weil sie gehen den Weg des Lichts, so sagen die Kabbalisten. Also vor uns stehen eigentlich zwei Wege. Ein Weg des Lichts oder der Weg der Tora und der Weg der Leiden. Und diejenigen, die nicht aktiv oder die noch nicht aktiv nach dem Sinn des Lebens suchen und auch sich nicht spirituell entwickeln, die werden im Prinzip von hinten angetrieben, durch die Qualen, durch das Leid. Und das ist eigentlich kein guter Weg. Das ist nicht der Weg, den man demnächst wünschen kann. Also wir würden uns wirklich freuen, wenn alle sich so in der Welt spirituell entwickeln, dass sie diese neue Eigenschaft erlangen, die Eigenschaft der Liebe, die Eigenschaft des Gebens. Und so sind sie alle dann von allem Leid und von allen Quallen gelöst.
SPEAKER_00Ja, danke, Boris, für diese tolle Einführung mal zum Punkt im Herzen. Aber jetzt sind wir schon bei der Liebe eigentlich, weil mit dem kann man irgendwie die Liebe entwickeln, hast du gesagt. Jetzt gibt es ein ganz, ganz wichtiges Zitat, nämlich das große Gesetz der Tora ist, Liebe deine Nächsten wie dich selbst. Der Rest sind 612 Gebote, sind nur Interpretationen dieses einen Gebots. Ich glaube, das Zitat ist von Rabia Akiva. Erzähl uns doch mal, was Liebe deine Nächsten oder nächsten Liebe in der Kabbalah eigentlich bedeutet.
SPEAKER_01Oh, das ist eine eigentlich die beste Frage. Was ist die Liebe in der Kabbalah? Aber zuerst vielleicht sprechen wir über, woher kommt dieses Gebot? Was ist ein Gebot überhaupt, Gebote Tora? Und wie du gesagt hast, das ist ein 613. Wenn die Kabbalisten über Gebote sprechen, sie sprechen über eine Handlung, aktive Handlung, um die Qualität des Schöpfers zu erlangen. Das heißt, das ist eine Handlung, also ich liebe den nächsten Widig selbst, ist eine Handlung, um so werden wie der Schöpfer selbst. Gebend und liebend. Es ist interessant. Wie kann ich jemanden lieben, um dann liebend zu werden? Das ist auch eine gute Frage. Aber zuerst nochmal zum Gebot. Also es ist ein 613. Rabbi Akiva, that is the größte gelehrter seiner. Also auf ihn stützen ungefähr 2000 Kommentare aus dem Talmud. This is the Lehrer von Rabbi Shimon Bar-Jochai, also Rabbi Akiva, yeah. Rabbi Shimon Bar-Jochai is the author of the book Zoha, Kommentare zu Torah. Und he hat die höchste Stufe, 125 Stufen insgesamt der spirituellen Welt erlangt. And Rabbi Akiva ist ein Lehrer. Und er sagt, liebe den Nächsten wie dich selbst. Das ist die Hauptregel der Torah. Und die modernen Kabbalisten, zum Beispiel Baal Sulam, die erklären, dass dieses Gebot überdeckt eigentlich alle Mängel, die der Mensch im Laufe seines Lebens, in seinem mehreren Leben bekommt. Das heißt, die ganzen Mängeln, die ganzen, also ja, wie sagt man, vielleicht nicht Sünden, aber Schäden, die seine Seele erfährt, durch das Eintauchen in die Materie, diese ganzen Schäden, die werden durch ein einziges Gebot, Liebe der Nächsten mit dich selbst, quasi überdeckt. Und so sagen auch Kabbalisten, die Liebe überdeckt alle Sünden. Und die nächste Liebe in der Kabbalah ist tatsächlich eine aktive Handlung, die man macht, um dieses Gebot erfüllen zu können. Liebe den Nächsten wie dich selbst. Hier ist das aber ein bisschen noch tieferer Sinn verborgen. Es geht nicht darum, dass ich quasi alle um mich herum sehe. Alle Menschen, die ich vielleicht auf dem Weg treffe, plötzlich anfangen zu lieben. Darum geht das nicht. Es geht darum, dass ich in dieser Liebe, die ich zum Nächsten enthülle, in dieser Liebe erhüllt sich die Liebe zum Schöpfer. Das ist eigentlich der ganze Sinn von diesem Gebot. Also von der Liebe zum Geschöpf zu Liebe zum Schöpfer zu kommen. So fordert auch der Schöpfer eigentlich von der Schöpfung, weil er sagt: Vielleicht kennst du so, es gibt so ein Gebet, we call der Wavecha, we coll dava, we call mecha. Das ist Liebe, deinen Schöpfer, aus der ganzen Seele, aus dem ganzen Körper oder Herzen oder aus den ganzen Wesen sozusagen. Das ist im Deutschen nicht eindeutig zu übersetzen. Auf jeden Fall eine neue Qualität, die selbstlose Liebe, bedingungslose Liebe. So wie der Schöpfer selbst liebt ohne jegliche Vorbedingungen, selbstlos. So wird auch der Mensch diese Qualität erlangen.
SPEAKER_00Danke. This is also a sehr interessante erklärung, dieses nächsten Liebe-Gebot. Ich hear manche sagen, ja, aber ich mag mich ja selber eigentlich nicht. Wie soll ich da überhaupt den nächsten lieben? Weil an mir stört mich das und das und ich kann das nicht und hier habe ich keine Geduld und kein Gefühl für den Nächsten. Wie kann man sich das dann vorstellen, dass ich jemanden anderen lieben soll wie mich selbst? Liebe ich mich selbst denn so sehr, dass man das zu einem Gebot machen kann, auch andere so zu lieben?
SPEAKER_01Tatsächlich ist das so. Man liebt nur sich selbst, Elli. Also ich muss da wirklich mit Offenbarung gleich kommen, dass der Mensch liebt sich nur selbst. Das ist das einzige Objekt, was man liebt. In dem Sinne, dass man nur sich selbst mit Erfüllung quasi beschenken möchte. Ich weiß, damit ist nicht jeder einverstanden. Ich kann mich auch erinnern, ich war damit überhaupt nicht einverstanden. Als ich vor 15 Jahren angefangen habe, Kabbalah zu lernen, ich war überhaupt damit nicht einverstanden. Ich habe gespürt, man liebt Kinder, man liebt Frau, man liebt schöne Reisen, man liebt schöne Tiere und Fische. Also zum Beispiel, man sagt, ich liebe Fische. Und der Mensch, der sowas sagt, ich liebe Fische, er liebt sie zu essen. Er liebt den Genuss, den sie ihm geben. Das ist eigentlich der Hintergrund. Ich liebe den Genuss, den ich empfange von diesem Objekt. Das ist eigentlich der Mechanismus, der dahinter steht. Und es ist nicht die Liebe in dem Sinne, what the Kabbalisten sagen. So the Mensch liebt nur sich selbst. And he must diese eigenschaft um Liebe to the next one. And that comes soon, Liebe the Nexus wie dich selbst. The other thing that is also interessant is, we listen to. Das ist ein interessanter Trugschluss, dass ich sagen, dass ich mich liebe. Ich befinde mich in allen anderen. Wir sehen eine umgekehrte Welt. Die Welt ist eigentlich eine Illusion. Wir hatten ja schon mal gesagt, dass wir eigentlich eine verkehrte Welt sehen. Ich befinde mich außerhalb von mir. Meine Seele ist außerhalb von mir. Wenn ich sage, ich liebe mich, so etwas gibt es nicht. Ich sage nur, dass ich den Genuss liebe, den ich meinem Körper zufüge. Auch wenn ich sage, mein Körper, das ist auch nicht mein Körper, das ist nur eine zeitliche Bleibe für dieses kleine Lichtfunken, den die Kabbalisten als Seele eigentlich beschreiben. Und es geht darum, dass man aus diesem Willen zu empfangen rausgeht in die Außenwelt, in den nächsten. Somit der Nächste ist eigentlich meine Seele. Und so sagen auch Kabbalisten, dass außerhalb von mir es ist nur Licht. Es ist nur vollkommenes Geben. Es ist nur der Schöpfer dort.
SPEAKER_00Also die Liebe zu fischen ist ja auch ein berühmter Begriff aus Volkabala eigentlich. Und du hast es schon erklärt, es ist eigentlich die Liebe dazu, mich selbst zu erfüllen, indem ich von jemandem anderem etwas freiwillig bekomme oder eben auch nicht freiwillig.
SPEAKER_01Ja, also wenn ich sage, ich liebe Fisch, oder wenn du sagst, ich liebe Fisch, was macht man denn? Dann macht man für den Fisch ein gutes Aquarium. Man bereitet dem Fisch gutes Essen, also gute Nahrung und man achtet immer auf diesen Fisch, dass es ihm gesundlich, gesundheitlich gut geht, ja, dem Fisch. Und genauso auch mit dem Hund, ja, und mit dem Fisch ist besser zu verstehen, weil die Menschen essen Fische, ja. Und wenn man sagt, ich liebe Fisch, dann ist es der Genuss, den man bekommt, indem man sich davon ernährt. Und es ist nicht die selbstlose, altruistische Liebe, die tatsächlich durch die Kabbalah bekannt wird.
SPEAKER_00Bezieht sich diese nächste Liebe, die man in der Kabbalah anstreben soll, auf alle Menschen auf der Welt? Also du hast es schon ein bisschen angesprochen, aber irgendein Mensch oder mehrere Menschen am anderen Ende der Welt, die ich nicht kenne, müsste ich die eigentlich auch lieben? Müsste ich hinter denen auch den Schöpfer sehen?
SPEAKER_01Eigentlich ja. Eigentlich ja. Es geht darum, dass man alle Menschen auf der Welt lieben, also lieben muss, ja, oder lieben soll. Das ist das Gebot. Allerdings stellt sich natürlich die Frage, wie kann ich so ein kleines Wesen, was überhaupt keine Kraft hat, die anderen zu lieben? Wir sprechen hier über Kraft. Es ist nicht einfach so, dass man plötzlich anfängt, jemanden zu lieben. Versuche jemanden aufzuzwingen und sagen, du sollst ihn lieben. Das geht ja gar nicht. Und wie kann ich so jemanden, der gar keine Ahnung hat, wie soll ich dann die anderen lieben, der kommt zu mir mit dem Messer oder mit einer Waffe, soll ich ihn wirklich lieben? Darum geht es. Und darum geht es nicht. Die Frage ist, wie kommt man zu dieser Eigenschaft, die man zuerst gar nicht hat? Hier sagen die Kabbalisten, dass man eine passende Umgebung braucht. Eine passende Umgebung, indem man diese neue Qualität, die eigentlich eine verkehrte Qualität ist, habe ich bereits gesagt. Das ist die Qualität, die man von Anfang an nicht had, wie man sie entwickeln kann. Und hier sagen die Kabbalisten, sollen uns vielleicht in kleinen Gruppen tun, vielleicht aus zehn Menschen, vielleicht aus fünf, und in diesen kleinen Gruppen könnte man könnte man also diese Qualität üben. Man könnte man in diesen kleinen Gruppen dann zu der Liebe kommen. Und sie sagen auch, es reicht. Es reicht aus, wenn zehn Leute dabei sind und dies praktizieren. Und damit ist jemand dann in der Lage, zu der vollkommenen Korrektur zu kommen. Wahnsinn, ist aber so, dass man durch diesen kleinen Kreis von zehn Leuten, die sich einverstanden erklären, diese Eigenschaft zu üben, zu praktizieren, dass man dadurch zur kompletten Korrektur der Seele kommt. Und dann gehst du in die offene, breite Welt und hast diese Qualität bereits. Und dann kannst du dann natürlich deinen Kreis erweitern. Zuerst 10, dann 100, dann 1000 und so weiter, bis die ganze Menschheit davon quasi profitiert.
SPEAKER_00Dankeschön. Also du hast ja schon am Anfang auch gesagt, mit dieser Liebe zu fischen oder mit der Selbstliebe, wenn die Menschen lieben, dann leiden sie ja auch heutzutage oft. Also man hat Angst jetzt vor einer Trennung oder dass die Liebe weggeht, was ja sehr häufig bei Paaren vielleicht zu beobachten ist. Am Anfang ist man Feuer und Flamme und später überlegt man sich, man lebt eigentlich so nebenher. Gibt es die Liebe ohne Leid auch? Also wäre diese Liebe, von der du gesprochen hast, wenn man sozusagen diese Verähnlichkeit erlangt, leidlos?
SPEAKER_01Das tatsächlich wird der Fall sein. Warum entsteht das Leid? Weil man eine Art Zurückantwort oder ein Feedback erwartet. Wenn ich jemanden liebe, erwarte ich, dass er auch mich liebt. Ich kann ja nicht einfach selbstlos lieben. Ich bin dazu gar nicht erschaffen worden. Das heißt, es geht wirklich um das Empfangenwollen. Und so sagen auch die Kabbalisten, das Verlangen zu empfangen steuert das Ganze. Das Verlangen zu empfangen will die Belohnung haben, will den Genuss haben. Und wenn man jemanden liebt und der andere antwortet nicht mit der Liebe zurück, dann leidet man. Warum? Weil man denkt, okay, ich liebe ihn, ich tue für ihn alles und er ist so oder sie ist so. Wie kann das sein? Das ist genau der Punkt, dass man keine bedingungslose Liebe erfährt, sondern die Liebe ist bedingt. Die bedingt durch den Genuss, den man sich selbst zufügen möchte. Und wenn die Kabbalisten über Liebe sprechen, sie sprechen natürlich über eine altruistische, bedingungslose Liebe quasi nach außen, außer sich selbst, außer seiner Haut, so sagen auch die Kabbalisten. Weil in uns quasi auf uns steckt eine Art Schlangenhaut. Außerhalb dieser Haut, wo sie uns erstmal eine Art Schale bildet, die uns nicht nach außen, außerhalb sich selbst rauslässt. Diese Schale, eigentlich auf dem Herzen. Das ist eine Art Hülle. Also das Herz ist in so eine Hühner eingehüllt. Und der Mensch kann nicht aus sich selbst rauskommen, weil diese Hühle hindert ihn daran. Diese Hühner sagt, ja, was wirst du denn davon haben, wenn du anderen liebst. Die werden dich nur ausnutzen. Und du wirst von allen ausgesaugt sein. Und die werden also von dir nur empfangen wollen, du wirst selbst nichts haben. Das ist eigentlich, was diese Schlangenhaut eigentlich sagen möchte. Und somit hat sie auch recht. Und der Mensch braucht Kraft, um dagegenzustehen. Er braucht Kraft des Lichts. Und da kommt die Kabbala und erklärt, wie man da eigentlich diese Qualität erlangen kann.
SPEAKER_00Diese Schlangenhaut ist ja fast wie ein Panzer, den man selber kaum durchdringen kann. Nun mit der Frage, was mache ich hier, was ist der Sinn meines Lebens, kann man vielleicht diesen Punkt entwickeln und dann aus dieser Haut aus herauskommen. Weil du gesagt hast, wir sind ja so Buchhalter oft in der Liebe oder in den Partnerschaften. Wir schauen, was gebe ich, was gibt der andere und dann mit der Zeit merke ich, dass das, was ich bekomme, niedriger ist als das, was ich gebe. Und schon ist man eigentlich in einer Situation, die man gar nicht will und die vielleicht zu vermeiden wäre. Hättest du dann einen Tipp für Nicht-Kabalarstudierende Paare, wie die da miteinander umgehen sollen, was diese Buchhalterei anbelangt?
SPEAKER_01Ja, dazuerst muss man sich bewusst sein, wie tickt der Egoismus, wie tickt das Ego? Das Ego funktioniert ganz simpel, sehr einfach. Ich will immer Genuss bekommen. Das ist eigentlich das Prinzip. Also das Ego strebt immer nach mehr Genuss für sich selbst. Das ist ein Weg und der zweite Weg, das Ego flüchtet von dem Leid, weg vom Leid. Ego möchte kein Leid erfahren. Das heißt Schmerz. Also weg vom Schmerz hin zum Genuss. Das ist eigentlich der Mechanismus, der wirkt in dem Menschen. Und man muss sich zuerst bewusst machen, was einen so bewegt. Und wenn man dem auf die Schliche kommt und wenn man sieht, okay, da funktioniert schon mein Ego so, und dann passiert interessant, was interessant ist, dann indem man das beobachtet, wie das Ego tickt, man nimmt eine andere Rolle ein, die Rolle eines Beobachters, die Rolle des Außenstehens. Es gibt das Ego, das leidet, und es gibt Ich. Plötzlich stellt man fest, oh, ich bin nicht das Ego, ich bin was anderes. Es ist allerdings ein Prozess, der dahinter, but when man quasi damit beschäftigt, when man beobachtet, auch als angehender Kabbalist, wie the ego funktioniert, that heisst die Absicht dahinter, welche Absicht habe ich when ich eine Handlung tue, dann gibt es eine Möglichkeit, eine neue Position einzunehmen, die Position eines Außenstehenders, and that man saw, aha, ich bin nicht das Ego, ich bin was anderes.
SPEAKER_00Ich glaube, das ist ein sehr wertvoller Tipp, weil dadurch that man ein Außenstehender ist, nimmt man ja auch diesen Fokus ein bisschen weg, kann sich beobachten und auch diese, ich sag's jetzt mal so, Manipulationen, die das Ego so mit einem macht, ein bisschen durchschauen und vielleicht auch mit dem Verstand ein bisschen dagegenwirken, wenn man jetzt noch nicht die Kabbalais so in dem Sinn studiert. Es gibt noch ein schönes Zitat und das wird unsere Zuhörerinnen und Zuseherinnen auch interessieren, Mann und Frau, die Schina zwischen ihnen. Das klingt ja so eigentlich, es gibt kein Paar in dem Sinn, sondern man braucht dann noch ein drittes Element dazu, Schekina oder das Licht. Wie lässt sich denn dieser Satz am besten interpretieren, Boris? Oder was ist da gemeint?
SPEAKER_01Ja, Mann und Frau und die Schinah zwischen ihnen. Die Schinah oder Schikina, this is ein hebräisches Wort für die göttliche Anwesenheit. And so sagen auch die Kabbalisten, dass wenn sich zwei gegensätzliche Elemente verbinden, das können sie eigentlich gar nicht, der Mann und Frau, dass dazwischen immer quasi der Schöpfer steckt in dieser Verbindung. Weil man die Spiegelung oder der Zweig, der Mann in dieser irdischen Welt ist der Zweig von Seran Pin, also ein spiritueller Pazuf aus den spirituellen Welten. Und die Frau ist der Zweig, der materielle Zweig von dem Nukwa, von dem Teil von Seranpinn. Und wenn Seran Pin und Nookwa sich vereinen, dann kommt die dritte Kraft, der Schöpfer von oben, der sich eigentlich, der sie tatsächlich vereinen kann. Ansonsten können sich die gegensätzlichen Teile wie Mann und Frau gar nicht vereinen. Das ist genau der Prozess, den man auch zum Beispiel beobachtet, wenn man Kinder zeugt. Das ist, dass man, wenn der Schöpfer quasi keine, so sagen die Kabbalisten, keine Seele gibt in das Kind, so kann das Kind gar nicht überleben. Und das ist der Prozess der Vereinigung der zwischen zwei gegensätzlichen Teilen stattfindet. Und so kann man auch in diese Vereinigung auch den Schöpfer offenbaren. Weil der Schöpfer ist diese dritte Kraft, die sie beide vereint.
SPEAKER_00Ich frage wieder für die nicht Kabala studierenden Menschen, die ja vielleicht mit Sicherheit auch das Glück suchen und liebevolle, befriedigende Verbindungen oder Partnerschaften haben wollen, woran sollen denn die denken, wenn sie mit dem Partner verkehren und jetzt sozusagen nicht den Schöpfer in dem Sinn immer ihren Gedanken haben? Was könntest du denn für einen Tipp für diese Menschen haben?
SPEAKER_01Ich kann nur einen Tipp geben, dass zwischen diesen Menschen die Liebe, die zwischen ihnen ist, die Liebe ist von oben. Dass es, wenn sie, diese Menschen, wenn sie miteinander quasi leben zu tun haben, dass sie jeden Tag die Möglichkeit haben, diese göttliche Liebe zueinander zu offenbaren. Wenn man aus ihren eigenen Interessen quasi rauskommt, aus dieser Schlangenhaut quasi rausgeht und in den Nächsten sich versetzt, das heißt die Argumente des Nächsten sich anhört. Man denkt weniger an sich selbst, sondern was möchte der andere sagen, was ist sein Interesse, was ist sein Beweggrund und so weiter. Das heißt, auf den anderen achtet, dann offenbart sich plötzlich etwas Neues. Und dieses Neues, so sagen die Kabbalisten, das ist die Göttlichkeit. Das ist eigentlich die bedingungslose Liebe, die man außerhalb sich selbst findet. Und so kann man eigentlich auch in einem Paar, das heißt zwischen Mann und Frau, diese Göttlichkeit offenbaren. So funktioniert das.
SPEAKER_00Lieber Boris, wir haben, also der Ralf Leitmann hat mal erzählt, kann mich erinnern, dass sein Lehrer gesagt hätte, man sollte als Paar immer mindestens 15 Minuten am Tag sich für einander Zeit nehmen, sich gegenübersetzen und miteinander sprechen. Reichen 15 Minuten und was soll man da tun und wie hat er das gemeint?
SPEAKER_01Man sucht nach dem Schöpfer, man sucht nach dem Schöpfer in diesem Paar und tatsächlich, es reicht sogar, also jemanden anzuschauen, wo man in ihm so ein göttliches Wesen sieht. Wenn man ihn nicht quasi jemanden sieht, die mir Genuss geben soll, sondern jemanden, der tatsächlich aus der göttlichen Hand kommt. Das ist ein Geschöpf, was mir der Schöpfer gibt, damit ich so werde wie er. Das heißt, wo ich die Liebe zu diesem Geschöpf offenbare und in dieser Liebe zum Geschöpf, das heißt zum Partner, wo ich in dieser Liebe auch den Schöpfer selbst offenbaren kann. Es ist eine unglaubliche Möglichkeit, die man uns in diese materielle Welt gegeben hat, um diese neue Eigenschaft. Die Kabbalisten sagen die Eigenschaft der Binar. Binar ist die dritte Sviran, also kennt auch mal Binar. Das ist die Eigenschaft des Gebens. Und dass man zwischen sich und dem Partner oder der Partnerin, dass man diese Liebe, also altruistische, selbstlose Liebe offenbart.
SPEAKER_00Also den Partner sehen, man sich Zeit nehmen, man ihn anzuschauen, oder auch das Kind oder die Mutter, wenn auch immer, wo man vielleicht Schwierigkeiten hat, wäre schon ein guter Tipp. Ja. Aber solange wir unsere Selbstliebe jetzt nicht aufgeben können, weil wir sie wie einen Panzer anhaben, gibt es dann noch andere Ratschläge, die uns die Kabbalisten in der Zwischenzeit geben, wie wir miteinander umgehen sollen am besten.
SPEAKER_01Ja, das geben sie tatsächlich Ratschläge und diese Ratschläge sind Kabbalah zu studieren. Weil diesen Panzer zu zerbrechen, diese Schale zu öffnen, dafür braucht man eine Außenkraft. Man braucht eine, ja, ja, man könnte sagen, Gewalt, mit Gewalt zu öffnen, dieser Schale. Und das geht tatsächlich nur mit Hilfe des Lichts. Das höhere Licht ist in der Lage, diese Schale, diesen Panzer, wie kann man da sagen, quasi zu öffnen. Und die Seele leuchtet dann nach außen. Der Punkt im Herzen wird so weit wachsen, dass er quasi aus dieser Schale rausgehen kann. Das geht nur durch die Einwirkung des höheren Lichts. Und das empfehlen auch Kabbalisten zu tun. Man widmet sich zum Studium der authentischen Weisheit der Kabbalah. Man bekommt dann durch die Einwirkung vom Licht quasi die innere Kraft, die Kraft der Binar, die Eigenschaft der Binar, und dann kommt man aus diesem Panzer raus.
SPEAKER_00Wie du schon sagst, Binar, also die dritte Spira von den Zehn sind vier Rot steht auch irgendwie für Mutter oder Mütterlichkeit. Kannst du vielleicht zur Binar noch ein bisschen was dazu sagen? Wir haben noch Zeit.
SPEAKER_01Ja, klar. Binar ist tatsächlich die, es gibt zehn Spherot, ja, also Keta Chochmar, Binar, Hesed, Vorat, Tiferit, Netzachot, Jesot Malhut. Und die dritte Sphira Binar ist tatsächlich, es ist die Mutter, ja, das ist die Eigenschaft der Mutter. Und zwar in der materiellen Welt äußert sich diese Eigenschaft wie die Sorge um das Kind. Und so ist auch diese Sphira, sie ist nur auf das Geben hin ausgerichtet. Auf das Geben hin, quasi nicht an sich selbst zu denken, sondern nur an das Kind. Das heißt, die Mutter in der materiellen Welt ist eigentlich der Zweig davon. Und die Binar ist die Wurzel von dieser Eigenschaft. Und die Binar selbst teilt sich allerdings sogar in zwei Eigenschaften oder in zwei Teile. Das obere Teil, also die ersten drei Sphyrot of this Binar selbst, is ein gebendes Teil, das heißt ein komplett altruistisches Geben. And the unteren siebenspherot of the eigenschaft Binar sind auf das Empfangen bezogen. And these unter siebenspherot repräsentieren eigentlich in der materiellen Welt die eigenschaft des Gebärens. Das heißt, man kann empfangen, um zu geben. Das ist eigentlich die Eigenschaft des Binar. Man empfängt, also in das untere Teil, um damit dann Embryo zum Beispiel wachsen kann. Man erzeugt ein Baby dadurch, dass man dieses untere Siebensfirot quasi neue Außenkräfte aufnimmt und dass man ein Baby dann später gebärt. Das ist auch die Eigenschaft der Binar, das heißt zu gebären. Und es ist unglaublich, was passiert. Nichts in der materiellen Welt geschieht einfach so. Es hat Wurzel in der spirituellen Welt. Sowohl die Eigenschaft der Binar und die Mutter und die Beziehung Mutter Kind, alles kommt aus der spirituellen Welt.
SPEAKER_00Also zu Binar oder zu dem Zinsephyroth gibt es auch, also haben wir auch einige Kurse in unserer Vokabularakademie, werde ich später noch einblenden. Jetzt kommt noch ein Zitat. Unsere ganze Arbeit besteht darin, die Liebe zu enthüllen. Jeden einzelnen Tag, sagt der Baller Solam im Buch Frucht des Weisen. Welchen Auftrag gibt er uns da? Also das ist ja ein, macht's das, nicht? Also wie, was will er da von uns? Was soll man da tun am besten?
SPEAKER_01Eins muss man sagen, dass die Eigenschaft der Liebe oder die Binar, die kommt nicht einfach so. Man wird sie quasi durch die innere Arbeit, tatsächlich durch eine harte Arbeit an sich selbst erlangen. Weil man von Anfang an erstmal in der Eigenschaft von Malhut arbeitet. Malhut, das heißt Empfangen für sich selbst, genuss nur für sich selbst. Und wenn du jemandem sagst, ja, jetzt kümmerst du dich dann um die anderen, liebst du die anderen selbstlos, bedingungslos, dann schaut er dich hin, erstmal versteht er gar nicht, worum es geht. Und zweitens, wenn er versteht, dann sagt, ja, ich habe doch, wie kann ich das, ja? Wie kann ich das? Woher nehme ich die Kraft sogar, wenn jemand so weit ist, zu verstehen, dass ihm die Kraft fehlt, jemanden zu lieben? Und das ist eine harte Arbeit. Und so sagt auch Bal Sulam, jeden Tag an sich arbeiten, jeden Tag ein Stück Licht bekommen, dass man die innere Kraft bekommt, das Geben, das Geben an den Nächsten, die Liebe zum Nächsten zu erlangen. Und so gibt er uns eigentlich auf den Weg eine gute Anleitung, studiert Kabbalah, erfährt, wie man das macht und ihr werdet dann dieses Virabinar erlangen, was die ist.
SPEAKER_00Das heißt, Boris, wenn ich mit meinem Ego arbeite oder versuche, eben den Egoismus irgendwie ein bisschen wegzukriegen, das ist echt ein Training, also wie ein Workout. Da gibt es kein Zurückweichen, da muss man jeden Tag dranbleiben eigentlich. Also ist das eine lebenslange Aufgabe oder kann ich das so, kann man das zeitlich eingrenzen, dass man nach drei Monaten üben, das vielleicht dann schon kann? Oder muss man das immer lernen und immer machen?
SPEAKER_01Na, der Meister, der Meister oder den Meister macht die Übung eigentlich. Nach drei Monaten kann man schon ein bisschen spiritueller Muskeln bekommen tatsächlich. Man praktiziert dieses Geben an den Nächsten. Man bekommt Licht, man bekommt die innere Kraft. Und dann, je weiter man vorankommt, desto höher steigt man dann auf. Man fängt erstmal mit der kleinsten Stufe an, man fängt nicht gleich, so ein Kind ist auch nicht gleich ein Steak. Ein Baby ist zuerst Muttermilch. Man fängt erstmal mit der kleinsten Stufe an, dann wächst man, dann bekommt man Kraft und dann bekommt man Licht. Immer mehr und mehr Licht bekommt man von außen. Weil man muss sich bewusst machen, dass dieser Weg der Liebe, also der Erlangung, der Qualität der Liebe, dieser Weg ist von oben gewünscht. Wir sind absichtlich in dieser Materie, damit wir diese Qualität bekommen. Der Schöpfer gibt uns quasi eine Art Handeln, oder wie kann man denn sagen, Hanteln mit dabei, die Last. Diese Last ist das Ego. Und mit dieser Last können wir unsere spirituellen Muskeln des Gebens an den nächsten trainieren. Und je schwer die Last ist, desto besserer Meister wird man. Und desto mehr kann man natürlich. Und interessant auch ist, dass man nur in dieser Materie, nur in dieser irdischen Welt tatsächlich diese Eigenschaft bekommen kann. Wenn du den Körper oder also diese Eigenschaft des Empfangens gar nicht hast, dann kannst du dich gar nicht trainieren. Dann bist du quasi, hast du kein Fitnessstudio dafür. Diese Erde oder die Materie ist eigentlich ein Fitnessstudio für alle, die spirituelle Muskeln bekommen wollen, den Nächsten zu lieben. Und in diese Liebe zum Nächsten, die Liebe zum Schöpfer zu offenbaren.
SPEAKER_00Das klingt wunderschön. Die haben mir gerade gedacht, so für im Lockdown gerade, wenn man jetzt schon alles ausprobiert hat, alles gekocht, alle Fernsehsendungen angesehen hat, wäre ein guter Tipp, mal versuchen, den Nächsten zu lieben, oder Boris?
SPEAKER_01Das musst du dir tatsächlich vornehmen. Als nächste Aufgabe, den Nächsten zu lieben. Und diese Lockdown gibt es nichts anderes und auch nicht Besseres zu tun, als zum Sinn des Lebens zu kommen. Und zwar die Liebe der Nächsten wie dich selbst. Damit man in diese Liebe zum Nächsten, die Liebe zum Schöpfer auf dem Bart.
SPEAKER_00Danke, Boris. Wir haben heute keine Fragen aus dem Auditorium. Die 45 Minuten sind vorüber, aber wir haben noch ein schönes Zitat von Balha Solam, bevor wir aufhören, bevor ich einblende. Man kann sich beugen und sich versklaven lassen und Dinge befolgen. Doch die Liebe kann man durch Versklavung und Unterjochung nicht erreichen. Balla Solam Einführung in die 10 Sefirot, also die Liebe muss gepflegt, behütet und irgendwie beübt werden, wie wir heute gehört haben von Boris. Ich blende nochmal kurz ein, wo ihr eure Fragen hinstellen könnt. Also hier haben wir kapakademie.eu.de ist unsere Homepage und zu Kurse.kabakademie.eu könnt ihr alle Fragen schicken. Wir freuen uns schon. Danken auch für die Fragen zur Liebe, die wir diese Woche behandelt haben. Und wünschen euch noch eine schöne Woche und sehen uns nächsten Samstag wieder.