„Durch die Beschäftigung mit der Kabbala beginnt für den Menschen das wahre Leben. Jeder Tag ist für ihn etwas Neues. Er entdeckt immer neue Gesetzmäßigkeiten und Wechselbeziehungen, eine neue Welt in sich und um sich herum.“
Dr. Michael Laitman, Gründer der Bnei Baruch Akademie in Europa
Du findest hier Talks, Unterrichte sowie Hörtexte zu Themen der Kabbala.
Shamathi 4 Was ist der Grund für die Schwere, die der Mensch in der Annullierung vor dem Schöpfer hat? Von Yehuda Aschlak. Ich hörte am 6. Februar 1944 Wir müssen den Grund für die Schwere kennen, die man empfindet, wenn man sein Selbst vor dem Schöpfer annullieren möchte und sich nicht mehr um seinen Eigennutz kümmern will. Man gelangt zu einem Zustand, als stünde die ganze Welt still, als sei man nun allein auf der Welt und ließe seine Familie und seine Freunde zugunsten der Annullierung vor dem Schöpfer zurück. Doch es gibt einen einfachen Grund dafür, welcher Mangel an Glauben heißt. Man erkennt nicht von wem und um wessen Willen man sich annullieren soll und empfindet die Existenz des Schöpfers nicht. Das verursacht bei einem die Schwere. Sobald man aber beginnt, den Schöpfer zu spüren, sehnt sich die Seele sofort nach Annullierung und danach sich mit der Wurzel zu vereinen, sich in sie einzuschließen wie die Kerze in eine Fackel, ohne Wissen und Verstand. Dieser gibt sich ganz natürlich, so wie sich eine Kerze vor einer Fackel annulliert. Es folgt, dass die Hauptarbeit des Menschen darin liegt, zur Empfindung des Schöpfers zu gelangen. Dass die ganze Welt voll seiner Herrlichkeit ist. Darin liegt die ganze Arbeit. Und das bedeutet, dass man die gesamte Anstrengung nur dazu einsetzt und für nichts anderes. Man sollte sich nicht in die Irre führen lassen, irgendetwas erwerben zu müssen. Vielmehr ist der Glaube an den Schöpfer das Einzige, das der Mensch braucht. Man sollte an nichts anderes denken, denn die einzige Belohnung, die man für seine Arbeit will, sollte der Glaube an den Schöpfer sein. Und man muss wissen, dass es keinen Unterschied zwischen einer großen und einer kleinen Erleuchtung gibt, die der Mensch empfängt. Denn es gibt keine Veränderungen im Licht, sondern alle Veränderungen finden in den Gefäßen statt, welche die Fülle empfangen, wie es geschrieben steht, ich, der Ewige, verändere mich nicht. Wenn man folglich in der Lage ist, seine Gelim zu vergrößern, so vergrößert man in dem Maße auch seine Erkenntnis. Doch womit kann man seine Gelim vergrößern? Die Antwort ist, in dem Maße, in welchem man den Schöpfer Lob preist und ihm dafür dankt, dass er einen an sich angenähert hat und dass man ein wenig mit der Verbindung zu ihm belohnt wurde. Je nachdem, wie man sich das Ausmaß der Wichtigkeit selbst vorstellt, wächst das Maß der Erleuchtung im Menschen. Der Mensch muss wissen, dass er niemals das wahre Maß der Bedeutung der Verbindung zwischen Mensch und Schöpfer erkennen wird. Denn es liegt nicht in seiner Hand, ihren wahren Wert zu ermessen. Sondern entsprechend dem Maß, in dem der Mensch sie schätzt, erlangt er ihre Erhabenheit und Wichtigkeit. Darin liegt eine besondere Kraft. Durch sie kann er würdig werden, dass diese Erleuchtung dauerhaft bei ihm bleibt.